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Kommunalbetriebe Nordwaldeck ziehen um in altes Kurhaus Bad Arolsen

Vor dem Einzug der Kommunalbetriebe Nordwaldeck ins ehemalige Kurhaus von Bad Arolsen, von links: Ingenieur Niklas Römer, der technische Angestellte Udo Sautrer, Kathrin Luckey und Jennifer Willeke mit KBN-Geschäftsführerin Irene Merkel.
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Vor dem Einzug der Kommunalbetriebe Nordwaldeck ins ehemalige Kurhaus von Bad Arolsen, von links: Ingenieur Niklas Römer, der technische Angestellte Udo Sautrer, Kathrin Luckey und Jennifer Willeke mit KBN-Geschäftsführerin Irene Merkel.

Möbelpacken und Akten schleppen sind momentan angesagt bei den Kommunalbetrieben Nordwaldeck (KBN). Die Verwaltung zieht um in das ehemalige Hotel Kurhaus an der Großen Allee.

Bad Arolsen – Das neue Domizil liegt gegenüber, jenseits der alten Baumreihen in dem Haus Große Allee 23, wo bis voriges Jahr die Arolsen Archives die großzügigen Räumlichkeiten genutzt hatten. Die KBN haben das Ende des 19. Jahrhunderts erbaute, ansehnliche Gebäude für zunächst 20 Jahre von dem Privateigentümer gepachtet und mussten verhältnismäßig geringfügige Umbauten vornehmen.

Neue Glasfaserkabel

So wurden Glasfaserkabel vom Rathaus zum neuen KBN-Sitz verlegt, die Beleuchtung in den Arbeitsräumen modernisiert und Rauchmelder neu installiert. Die Gebäudeinfrastruktur passt mit den modernen Datenleitungen bestens für den Betrieb, in dem allein 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KBN vernetzt arbeiten und ihre Dienstleistungen für die Bürger anbieten können.

Rampe für Rollstuhlfahrer

Dazu wird in diesen Tagen der Zugang zum Haupteingang mit einer Rampe barrierefrei gestaltet. Eine breitere Tür musste eingebaut werden, damit auch Menschen mit Rollstühlen den Bürgerservice für Abfallwirtschaft, Abwasserentsorgung, Wasserversorgung, Straßensanierung erreichen können. Vor dem Gebäude wurde ein Behindertenparkplatz geschaffen, auf dem Grundstück stehen drei weitere Stellplätze für Besucher sowie die Flächen und Garagen für Mitarbeiterautos zur Verfügung.

Archiv unter dem Dach

Im ersten Obergeschoss wurde eine weitere Rezeption für Besucher geschaffen, in der zweiten Etage wird schwerpunktmäßig das Archiv eingerichtet. Zudem werden Mitarbeiter der Stadt während der Sanierungsarbeiten im schräg gegenüber liegenden Rathaus in dieser Etage vier Räume nutzen können.

Unter Denkmalschutz

„Es ist ein Superstandort“, schwärmt die KBN-Geschäftsführerin Irene Merkel von den Räumen im ehemaligen Kurhaus. Neben dem schönen Ausblick profitieren die Mitarbeiter von größeren Räumen, in denen die Anforderungen des Arbeitsschutzes mit ausreichend Platz und guter Beleuchtung gut erfüllt werden.

Platz für Mitarbeiter

Die bisherigen Räume in der ehemaligen Grundschule können von städtischen Mitarbeitern genutzt werden, schließlich steht im angrenzenden Rathaus eine umfangreiche Sanierung an. Neben dem eigenen Mobiliar übernehmen die KBN von den Arolsen Archives zurückgelassene Schränke.

Wechselhafte Geschichte

Das Verwaltungsgebäude mit seinen Parkettböden und den hohen, lichtdurchfluteten Räumen steht unter Denkmalschutz. Außerhalb des Publikumsbereiches erinnern Stuckarbeiten an die einstige Nutzung als Kurhaus. Die damalige Stadt Arolsen hatte das Haus 1935 erworben und zu einem Hotel mit Restaurant umbauen lassen. Bälle fanden dort statt, der Kur- und Verkehrsverein bot dort Programm an.

Nach der Aufgabe des Hotels wurde in dem Gebäude von den belgischen Streitkräften der Club van Eyck als Kasino genutzt. Später nutzten die heutigen Arolsen Archivs die in der Nähe des Hauptgebäude gelegenen Räumlichkeiten. Nun haben sich Vorstand und Verbandsversammlung der KBN dafür entschieden, mindestens für die nächsten zwei Jahrzehnte ins alte Kurhaus einzuziehen.

Interkommunale Zusammenarbeit

Die Räume bieten noch Reserven - auch für eine Ausdehnung der Interkommunalen Zusammenarbeit. (Von Armin Haß)

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