Keine Bestrebungen in diese Richtung

Kommunen planen nicht mit Pferdesteuer

Waldeck-Frankenberg. Seit das Bundesverwaltungsgericht die Pferdesteuer für legitim erklärt hat, sorgt das Urteil für Unsicherheit bei Pferdehaltern. 

„Wir haben Sorge, dass die Stadt die Pferdesteuer einführen könnte. Das Thema schwebt wie ein Damoklesschwert über uns", sagt etwa Meinhard Heck vom Reit- und Fahrverein Frankenberg.

Der Vorsitzende und die Pferdehalter hierzulande müssen aber wohl keine Angst vor der Steuer haben: Alle Kommunen im Frankenberger Land sowie die größeren Städte im Nordkreis halten die Einführung für unsinnig. Das ergab eine Umfrage unserer Zeitung.

„Es gibt keine Bestrebungen, in Frankenberg eine Pferdesteuer einzuführen“, sagt Bürgermeister Rüdiger Heß. Er hat daher auch noch keine Rechnung aufgestellt, was eine Pferdesteuer einbrächte. „Die Einnahmen der Hundesteuer beliefen sich beispielsweise im vergangenen Jahr auf 47 000 Euro. Damit kann man keinen Haushalt retten.“

„Mit dem Thema werden wir uns nicht beschäftigen. Der geringen Zahl von Pferden, dem Aufwand und dem Ärger mit einer Umsetzung einer solchen Steuer stehen die Einnahmen in keinem Verhältnis“, sagt Bromskirchens Bürgermeister Karl-Friedrich Frese. Auch mit Allendorfs Bürgermeister Claus Junghenn wird es keine Pferdesteuer geben. „Ich lehne sie zwar nicht grundsätzlich ab. Jedoch gehe ich von sehr geringen Einnahmen aus, da es so viele Pferde in Allendorf-Eder nicht gibt.“

In Rosenthal wurde schon einmal intensiv über die Pferdesteuer gesprochen. „Während der Diskussion zur Erhöhung der Hundesteuer wurde seitens einzelner Parlamentariers der Vorschlag zur Einführung einer Pferdesteuer gebracht. Die Diskussion war emotional“, sagt Bürgermeister Hans Waßmuth. Auch ohne die Abstimmung im Ausschuss lasse sich aber festhalten, dass die Einführung keine Mehrheit finden im Parlament würde.

Mehr Details und weitere Aussagen von Bürgermeistern zur Pferdesteuer lesen Sie in der gedruckten Montagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

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