Polizei überprüfte vor allem Motorräder

Kontrollen am Edersee: Roller auf 105 km/h frisiert

Symbolfoto: Geschwindigkeitsmessung der Polizei
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Symbolfoto: Geschwindigkeitsmessung der Polizei

Die Polizei hat bei Verkehrskontrollen am Edersee einige Verstöße festgestellt. Ein Motorroller, der eigentlich nur 25 km/h fahren darf, war auf 105 „frisiert“ worden.

Edersee - Seit Beginn der "Saison" führt die Polizei Schwerpunktkontrollen gegen Raser und sogenannte "Autoposer" durch, nicht zuletzt wegen anhaltender Beschwerden aus der Bevölkerung. Mitte Mai hat zudem eine spezielle Arbeitsgruppe, die AG Poser, ihre Arbeit in Nordhessen aufgenommen und geht mit fachkundigen Beamten gezielt gegen solche Verkehrsdelikte vor.

Am Freitag, 14. August, haben Beamte der Verkehrsinspektion Kassel, der AG Poser und Beamte aus Waldeck-Frankenberg bei Kontrollen am Edersee erneut sechs verkehrsuntaugliche Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen und gegen mehrere Fahrer Anzeigen wegen verschiedener Verkehrsverstößen eingeleitet, berichtete Polizeisprecher Jörg Dämmer jetzt in einer Pressemitteilung.

Insgesamt überprüften die Verkehrspolizisten an dem Freitag 167 Fahrzeuge, wovon 140 Motorräder waren. Bei fünf Fahrzeugen wurde die Weiterfahrt wegen des Erlöschens der Betriebserlaubnis untersagt. Ein Pkw wurde sichergestellt und ein Gutachter beauftragt. Dabei handelte es sich um das 100. sichergestellte Fahrzeug der AG Poser. Zudem zeigten sie 8 Fahrer wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen an, davon waren 4 mit einem Motorrad unterwegs.

Roller 25 mit 105 km/h gemessen

Auch ein Roller fuhr in die Kontrollstelle. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass es sich um einen Roller mit zulässiger Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h handelte. Als die Beamten ihn auf den Rollenprüfstand überprüften, wurde eine Höchstgeschwindigkeit von 105 km/h festgestellt. Der Fahrer muss sich nun wegen mehrerer Verkehrsdelikte verantworten, unter anderem wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Bei der Schallmessung eines Sportwagens "Corvette" wurde ein deutlich zu hoher Wert von 120 Dezibel gemessen. Zulässig wären für diesen Wagen höchstens 90 Dezibel. Neben einem Bußgeldverfahren bekommt die Zulassungsstelle eine Nachricht über den Verstoß. Zudem wird der Halter die Gesamtkosten in vierstelliger Höhe für Gutachten, Abschleppung, Neuteile, TÜV-Abnahme und Zulassung tragen müssen, heißt es im Polizeibericht.

Insgesamt führten die Beamten neun Lautstärkemessungen bei Pkw und Krädern durch. Sechs Mal fielen diese Messungen positiv aus. Zwei weitere Kradfahrer müssen sich wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis verantworten, da sie nur Kräder bis 35 kW führen durften. Die Leistung ihrer Kräder lag aber darüber.

Alkohol oder Drogen wurden bei keinem der kontrollierten Fahrer festgestellt.

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