Zusammenarbeit verstärkt

Neue Zentrale Notaufnahme im Krankenhaus Bad Arolsen in Betrieb

Behandlungsraum der neuen Zentralen Notaufnahme (ZNA) im Krankenhaus Bad Arolsen. Von links: Jessica Jürimaa, Carolin Hahn (Leitung ZNA), Dr. Frank Raible, Geschäftsführerin Anne Bülling, Pflegedirektorin Kathy Mehler und Ärztlicher Direktor Walter Knüppel.
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Behandlungsraum der neuen Zentralen Notaufnahme (ZNA) im Krankenhaus Bad Arolsen. Von links: Jessica Jürimaa, Carolin Hahn (Leitung ZNA), Dr. Frank Raible, Geschäftsführerin Anne Bülling, Pflegedirektorin Kathy Mehler und Ärztlicher Direktor Walter Knüppel.

Die neue Zentrale Notaufnahme im Krankenhaus Bad Arolsen hat den Betrieb aufgenommen.

Bad Arolsen – Neben dem laufenen Klinikbetrieb wurde die Zentrale Notaufnahme (ZNA) im Krankenhaus Bad Arolsen neu eingerichtet. Damit wurden die Ambulanzen der Chirurgie und der Inneren Medizin auf einer Ebene eingerichtet.

Das bietet die Notaufnahme

Neben der Chirurgie ist nun auch der Internistische Akutbereich im Erdgeschoss untergebracht. Während die Notfälle im rückwärtigen Bereich vom Hof der Klinik aufgenommen und dort umgehend in Schock- und Behandlungsräumen interdisziplinär versorgt werden, können über das Foyer zu erreichende Rezeption gehfähige Patienten in Begleitung mit akut auftretenden Problemen aufgenommen und verteilt werden.

Am 11. März wurde der letzte Bauabschnitt der bettenführenden Notaufnahme, in der interdisziplinär die ambulanten und stationären Notfälle versorgt werden, abgeschlossen und schrittweise in Betrieb genommen. Damit würden baulich und medizintechnisch modernste Standards erfüllt, sagt der ärztliche Direktor Walter Knüppel.

Festes Team steht bereit

Digitale Systeme unterstützen das medizinische Team in der ZNA, zum Beispiel bei der notwendigen Ersteinschätzung des Gesundheitszustandes der Patienten.

Es gibt ein festes, pflegerisches und ärztliches Team, zu dem jederzeit die Fachärzte des Krankenhaus hinzugezogen werden können. Damit verbunden sind die Fachambulanzen und die Ultraschalldiagnostik..

Zusätzliche Qualifikation

„Viele aus unserem Team haben bereits Weiterbildungen in der Behandlung von Notfällen abgeschlossen. Weitere sind mittendrin“, so Dr. Frank Raible, Chefarzt der Chirurgie und stellvertretender Ärztlicher Direktor. Dazu trägt auch der Pflegedienst des Krankenhauses Bad Arolsen bei.

Die gesetzlichen Vorgaben zur Notfallversorgung sehen so genanntes „fachweitergebildetes Pflegepersonal in der interdisziplinären Zentralen Notaufnahme“ vor. Fünf Pflegekräfte haben bereits die entsprechende Qualifikation erhalten.

Wichtige Entscheidungen

Die Pflegekräfte sind die ersten Kontaktpersonen für Patienten, die durch den Rettungsdienst gebracht werden oder auch für jene Notfallpatienten, die eigenständig die Notaufnahme aufsuchen, wie Pflegedirektorin Kathy Mehler verdeutlicht. Sie müssen die unterschiedlichen akuten und chronischen Krankheiten erkennen und die Patienten der entsprechenden Behandlung zuführen können. Außerdem müssen sie die Behandlungsdringlichkeit in Akutsituationen selbständig einschätzen.

Geschäftsführerin Anne Bülling:  Rund 3800 Notfallpatienten jährlich profitieren davon, dass hier jeder Handgriff sitzt und die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Ärzten und fachweitergebildeter Pflegekräfte rund um die Uhr selbstverständlich ist.“

Akutversorgung vor Ort unentbehrlich

Auch Bürgermeister Jürgen van der Horst begrüßt die Eröffnung der ZNA und unterstreicht „die hervorragende Versorgungsqualität, die das Krankenhaus Bad Arolsen für die Region bietet.“

Gerade die Entwicklungen im Rahmen der Pandemie zeigen sehr deutlich die Wichtigkeit einer hochwertigen stationären Akutversorgung in Nordwaldeck. Leider spiegelt sich das nicht in der Finanzierung des Krankenhauses wieder. Hier fehlt insbesondere ein angemessener Sicherstellungszuschlag, um die teuren Vorhaltungen insbesondere in den Bereichen der Notfallund Intensivmedizin finanzieren zu können.

Gespräche mit dem Land

Nach der Bewältigung der Krise stehen nach Einschätzung des Rathauschefs und der Verantwortlichen der Klinik dringende Gespräche mit dem Land Hessen und dem Landkreis an.  (Armin Haß/red)

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