Nach einem Jahr Bauzeit

18 Stellplätze am Freibad entstanden: Wohnmobilhafen in Korbach eröffnet

Bietet 18 Stellplätze: Der neue Wohnmobilhafen am Freibad in Korbach.
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Bietet 18 Stellplätze: Der neue Wohnmobilhafen am Freibad in Korbach.

18 Stellplätze, Sanitärgebäude, insgesamt 3000 Quadratmeter Fläche: Der neue Wohnmobilhafen am Korbacher Freibad ist nach einem Jahr Bauzeit am Freitag für Gäste freigegeben worden.

Korbach – Es geht auch mal günstiger: 750.000 Euro hat die Stadt in den Platz investiert, 30.000 Euro weniger, als ursprünglich veranschlagt. Der Bau wurde zudem mit 200.000 Euro aus dem Leader-Programm der Europäischen Union gefördert. Pläne für einen Wohnmobilhafen gab es schon vor mehr als zehn Jahren: „Wir haben lange nach einem geeigneten Standort gesucht“, sagte Bürgermeister Klaus Friedrich bei einem Pressetermin am Donnerstag.

Das Sanitärgebäude verfügt über jeweils zwei Toiletten und Duschen für Damen und Herren, ein behindertengerechtes WC, einen Wickelraum und einen Spülraum. Den Gästen steht auf dem gesamten Platz gratis WLAN zur Verfügung.

Der Check-In erfolgt ausschließlich bargeldlos mit EC- oder Kreditkarte am Automaten: Die Wohnmobilisten wählen, wie lange sie mit ihrem Fahrzeug auf dem Platz stehen möchten, wie viel Strom und Wasser sie ungefähr benötigen und laden dann eine Transponderkarte mit Guthaben auf. Bei der Abreise wird übriges Guthaben wieder gutgeschrieben.

Mit mehr als 500.000 Tagesgästen im Jahr ist Korbach eines der wichtigsten Ausflugsziele in der Region. Viele davon reisen mit dem Wohnmobil an. Ihnen hatte die Kernstadt bislang nur fünf Stellplätze ohne jegliche Infrastruktur am Tenniscenter zu bieten. Mehr Komfort gab es nur außerhalb der Kernstadt, etwa auf den Stellplätzen in Meineringhausen oder Willingen. Das soll mit dem neuen Platz anders werden. „Die Nähe zur Innenstadt ist wichtig“, erklärte Friedrich. Tourismus, Einzelhandel und Gastronomie in der Kreis- und Hansestadt sollen von dem neuen Angebot profitieren.

Eröffnen den Platz: (von links) Bauamtsleiter Stefan Bublak, Erster Stadtrat Heinz Merl, Landrat Dr. Reinhard Kubat, Bäderchef Wolfgang Wilhelm, Parlamentschefin Lilo Hiller und Bürgermeister Klaus Friedrich.

Wohnmobilisten gelten als kaufkraftstarke Gruppe. Nach Statistiken des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr gibt jeder Wohnmobilist rund 50 Euro pro Aufenthaltstag aus. „Ob nun der Reisende eine neue Hose in der Innenstadt kauft, seine Frau die Zeit für einen Friseurbesuch nutzt oder beide bei ihrem Aufenthalt ein Abendessen in einer Gaststätte vor Ort genießen – der neue Stellplatz am Westring ist praktizierte Wirtschaftsförderung und ein kleines Konjunkturprogramm für unsere Stadt“, so Friedrich.

Die Nähe zum Freibad sorgt auch für Synergieeffekte, die die Betriebskosten niedrig halten sollen: Betrieben wird der Platz von der Bäderbetriebsgesellschaft mit ihrem Personal.

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