Vier Schwertransporte blockierten Strecke

Anlage fällt kleiner aus: Turbowind errichtet Windmühle bei Vasbeck

Vasbeck. Vier Schwertransporte haben am Donnerstag stundenlang die Strecke zwischen dem Twistetaler und dem Diemelseer Ortsteil gesperrt. Die Brummis hatten übergroße Teile für Windkraftanlagen geladen. Aus den Einzelteilen soll eine Anlage des Typs Enercon E 115 entstehen.

Ursprünglich sollte an gleicher Stelle die weltweit stärkste Serienwindkraftanlage errichtet werden. Die Enercon-Anlage mit einer Höhe von 198 Metern und einem Rotordurchmesser von 127 Meter sollte für 12,5 Millionen Euro gebaut werden. Betreiber Lenpower aus Hannover hatte im März 2013 die Genehmigung für die erste Anlage dieser Art in Hessen erhalten. Doch aus den Plänen wurde nichts, erklärte Joachim Vogel am Donnerstag gegenüber der HNA. Zu den genauen Gründen wollte er sich nicht äußern.

Vogel ist Prokurist Baumanagement bei Turbowind. Denn Lenpower ist Geschichte. Die Gesellschafter der Lenpower GmbH, Nils Niescken und Uwe Thomas Carstensen, haben sich einvernehmlich getrennt, heißt es auf der Internetseite von Turbowind. Carstensen führt das Unternehmen als alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer mit 32 Mitarbeitern unter dem Namen Turbowind weiter - und ist für den Standort Vasbeck verantwortlich.

Vogel stellte die Kennzahlen der künftigen Windkraftanlage vor: Die Nabenhöhe beträgt 147 Meter, der Rotordurchmesser 115 Meter. Es handele sich dabei um ein neues Modell, das für schwächere Windgebiete konstruiert wurde. Die Leistung der Anlage liegt bei drei Megawatt. Mit dem erzeugten Strom können laut Vogel 1500 Vier-Personen-Haushalte ein Jahr lang versorgt werden.

Baubeginn war vor einem Monat. Durch Umplanungen hatte sich der Start verzögert. Bis Ende des Jahres soll alles fertig sein, der Netzanschluss erfolgt über den Windpark Adorf. (akl)

Rubriklistenbild: © HNA

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