Mittelfinger mit Wasser und Seife befreit

Arzt und Feuerwehr alarmiert: Junge steckte mit Finger in Stuhl fest

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Der achtjährige Tai Naqian aus einem Waldecker Stadtteil wurde am Sonntag in einem Rettungswagen in der Korbacher Innenstadt behandelt. Der Junge hatte zuvor mit einem Finger in einem Stuhl festgesteckt.

Korbach. Der Finger eines Jungen hat am Sonntag so fest in einem Rattan-Stuhl festgesteckt, dass Feuerwehr und Rettungsdienst ausrückten.

Kurz vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte an einer Eisdiele in der Korbacher Fußgängerzone hatten es Gäste und Mitarbeiter bereits geschafft, den Mittelfinger des Achtjährigen mit Wasser und Seife zu befreien.

Wie die Mutter des kleinen Tai Naqian aus einem Waldecker Stadtteil später gegenüber 112-magazin.de erklärte, war sie mit ihrem Jungen auf dem Heimweg von einem Schwimmbadbesuch. „Tai wollte noch etwas trinken und ein Eis essen“, sagte seine Mutter, und während man im Freigelände der Eisdiele saß, habe ihr Sohn sie plötzlich erschrocken angesehen und gesagt: „Mama, ich stecke fest.“

Erste eigene Versuche, den zwischen Stuhlbeinen und Rattanbändern verklemmten Finger zu befreien, scheiterten. An dem scharfen Material hatte sich der Kleine zudem bereits die Haut verletzt. Sie habe daraufhin den Inhaber der Eisdiele um Hilfe gebeten. Dieser stellte Wasser und Seife zur Verfügung, und nachdem erste Versuche noch gescheitert waren, wurde der Notruf gewählt. Daraufhin alarmierte die Leitstelle zur Versorgung den Notarzt und einen Rettungswagen sowie zum Befreien des Fingers die Feuerwehr. Noch vor deren Eintreffen allerdings glückten weitere Befreiungsversuche, der verschreckte Achtjährige war nach mehreren bangen Minuten endlich befreit.

Die Rettungskräfte versorgten den verletzten und möglicherweise gebrochenen Finger: Bei der Rettungsaktion war auch der Stuhl umgedreht - und dadurch möglicherweise der Finger noch stärker verletzt worden. „Komm, wir zeigen dir mal den Rettungswagen“, sagten die Einsatzkräfte zu dem tapferen Schüler, der ein Trösterbärchen geschenkt bekam und dann zum Röntgen ins Krankenhaus gebracht wurde.

Tais Mutter jedenfalls war nach dem ersten Schrecken froh, dass es nicht noch schlimmer gekommen war. Sie dankte allen Helfern - auch den Passanten in der Eisdiele, die gemeinsam anpackten, um dem Kind zu helfen.

Quelle: www.112-magazin.de

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