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Aufstiegsrunde der Kreisoberliga: TSV Korbach entzaubert die SG Höringhausen/Meineringhausen

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Zweikampf Fußball
Der Derby-Entscheider: Tim Ellenberg (rechts) erzielte das einzige Tor im Edertaler Duell. Hier zieht der Eintrachtler gegen Wesetals Niklas Kann ab. © malafo

Steuert die Aufstiegsrunde der Fußball-Kreisoberliga auf einen Zweikampf zu? Nach dem zweiten Spieltag führen der TSV Korbach, der mit einem 4:0 die SG „Hö/Mei“ ins Abseits schoss, und die mit 3:2 in Volkmarsen siegreiche SG Adorf/Vasbeck die Tabelle an.

Korbach – Höringhausen/Meineringhausen 4:0 (1:0). Tore: 1:0 Bjarne Deselaers (44.), 2:0, 4:0 Kevin Staniek (62., 81.), 3:0 Niklas Nowotny (78.).

Von einem „hochverdientem Sieg“ sprach Korbachs Trainer Uwe Tenbusch nach der Partie. Sein Kollege Martin Wagner von der SG sah es ähnlich: „In der zweiten Hälfte hat sich die technisch bessere Mannschaft durchgesetzt.“ Die erste Halbzeit verlief noch recht ausgeglichen. Korbach erste Topchance von Deselaers, ein Distanzschuss, parierte Keeper Jan Henrik Bracht (13.). Die Kombination zwischen Niclas Tenbusch und Steffen Emde endete am Außennetz (26.).

Die beste Möglichkeit der Gäste hatte Nico Martin, er scheiterte an Keeper Andre Mohr. Durch Standards blieb „Hö/Mei“ gefährlich, doch quasi mit dem Halbzeitpfiff ging Korbach in Führung, als Deselaers die Vorarbeit von Lukas Beil nutzte. Nach der Pause erhöhte Korbach den Druck. Das 2:0 durch Staniek nach Flanke von Deselaers war vorentscheidend. Nowotny erhöhte mit einem 25-Meter-Kracher, am Ende vollendete Staniek die Vorarbeit von Emde aus kurzer Distanz. Ein Sonderlob erhielten Deselaers und Nowotny, die noch 120 Minuten im Hessenpokal der A-Jugend vom Vortag in den Beinen hatten.

Volkmarsen – Adorf/Vasbeck 2:3 (1:1). Tore: 1:0 Andre Kuhaupt (5./FE), 1:1 Steffen Emde (43.), 1:2 Christian Pohlmann (74.), 2:2 David Michels (84./FE), 2:3 André Böhle (86.).

Nachdem Jona Wießner und Jari Kuhaupt auch noch ausgefallen waren, wurde der VfR zum Ende des Spiels ein wenig Opfer seines schmalen Kaders. Nach der schnellen Führung durch Andre Kuhaupts verwandelten Elfmeter, hielt Volkmarsen die erste Halbzeit offen, aber Emde schaffte noch vor der Pause den Ausgleich. Nach dem Wechsel erspielten sich beide Teams nur wenig Torchancen, sodass die weiteren Treffer durch Standards fielen. Die SG nutzte zwei Freistöße aus dem Halbfeld.

„Wir haben zwar super dagegengehalten, aber die SG hat verdient gewonnen, sie hatte auch mehr Spielanteile, sagte VfR-Coach Matthias Wiegand. Die SG-Elf habe sehr kompakt gestanden und auch konditionelle Vorteile gehabt. „Es war ein hitziges Spiel mit einer souveränen Schiedsrichterleistung von Sören Lipphardt“, lobte Wiegand den Unparteiischen.

Eintr. Edertal – Wesetal 1:0 (1:0) . Tor: Tim Ellenberg (6.).

Das frühe Tor spielte der Eintracht in die Karten. Dem Treffer ging ein gelungener Spielzug über mehrere Stationen voraus: Maurice Senyigit passte den Ball von außen auf Ellenberg, der den Ball im kurzen Eck unterbrachte. Die Eintracht hätte die Führung noch ausbauen können. „Wir haben die Chancen schön rausgespielt, aber dann leichtfertig vergeben“, sagte Trainer Jörg Büchse.

Wesetal verzeichnete bis zum Pausenpfiff einen Weitschuss, der auf die Latte fiel. Die Gastgeber bestimmten die Partie im ersten Durchgang, Wesetal drängte in der zweiten Halbzeit auf den Ausgleich. Die beste Chance hatte Maxim Reichenborn (70.), der aber nur die Latte traf. Die Gastgeber hingegen verpassten bei einigen Kontern den zweiten Treffer.  rsm, dv

Abstiegsrunde

FSG Buchenberg/Ederbringhausen heißt der Sieger des Wochenendes in der Abstiegsrunde der Fußball-Kreisoberliga. Mit dem 3:2 über den SC Willingen II schloss der Tabellendrittletzte zur SG Edertal auf, die mit 0:4 dem neuen Primus SG Lelbach/Rhena unterlag. Auch die SG Eppe/Nieder-Schleidern jubelte, sie entthronte mit 2:1 den bisherigen Spitzenreiter SV Freienhagen/Sachsenhausen.

Nach zehn Minuten abgebrochen wurde die Partie zwischen dem TuS Usseln und dem TSV Berndorf. Ein Spieler des TSV war mit Schiedsrichter Thorsten Reuter so unglücklich zusammengestoßen, dass der Mengeringhäuser mit dem Krankenwagen in die Klinik gebracht werden musste. Die geschockten Spieler und Offiziellen hoffen, dass der Unparteiische sich nicht schwerer verletzt hat. Die Partie wird am 5. April (19 Uhr) in Usseln nachgeholt.

Bad Wildungen/Friedrichstein – Mengeringhausen 4:2 (3:1). Tore. 1:0 Waldemar Schubert (31.), 1:1 Adam Sek (37.), 2:1 Rafail Mellios (39.), 3:1 Maximilian Krebs (45.), 4:1 Denis Merdani (53.), 4:2 Yannic Weiss (66.).

Ein Spiel auf mäßigem Niveau, denn beide Teams mussten eine Reihe Spieler ersetzen. In der zunächst offenen Begegnung mit ein, zwei Möglichkeiten hüben wie drüben. Dann ging die SG per Kopfball von Spielertrainer Schubert nach einer Ecke in Führung. Eine Parallele führte zum Ausgleich, der Schütze war Adam Sek. Ein weiterer Kopfball von Mellios brachte die Hausherren dann wieder in Führung. Der früh eingewechselte Altherren-Spieler Alexander Gette scheiterte mit einem Distanzschuss, den Abpraller netzte Krebs zum 3:1-Halbzeitstand ein. Nach dem Wechsel noch schwerere Kost, Treffer von Merdani und Weiss für die Gäste stellten den Endstand her, der gleichwohl ein verdienter war.

SG Edertal – Lelbach/Rhena 0:4 (0:2). Tore: 0:1 Joshua Schwendt (6.), 0:2 Johannes Müller (40.), 0:3 Marvin Schade (76.), 0:4 Leon Baraniak (84.).

In der ersten, recht ausgeglichenen Halbzeit zeigten sich die Gäste als das effektivere Team. Sie besaßen zwei gute Möglichkeiten und nutzten beide. Den Gastgebern wurde ein Treffer von Björn Grabe aberkannt, dabei soll der Torhüter regelwidrig behindert worden sein.

Der zweite Durchgang ging deutlich an die Gäste, im Edertaler Team zeigten sich die „Nachwehen“ der Corona-Welle. Torhüter Niklas Köhler vereitelte mehrere gute Möglichkeiten der Gäste, bei den Toren von Schade und dem gemeinsam mit Müller stärksten Gästespieler Baraniak war er machtlos. Trotz der Niederlage war Edertals rainer Mathias Siebert nicht unzufrieden. „Leider konnten wir in der zweiten Halbzeit konditionell und qualitativ nicht mehr nachlegen, sodass am Ende eine verdiente Niederlage steht“, sagte er. Sie sei seiner Meinung nach aber um mindestens ein Tor zu hoch ausgefallen.

Buchenberg/Ederbringhausen – Willingen II 3:2 (2:1). Tore. 1:0 Dennis Brussmann (15.), 1:1 Justin Kesper (30.), 2:1 Jan Leyhe (37.), 3:1 Hendrik Gross (73.), 3:2 ET (90.+2).

Die FSG setz ihre Aufholjagd auf. Auf schwer zu bespielendem Platz und gegen einen recht schwach auftretenden Gegner gewann die Heimelf verdient. Mit viel Laufarbeit und frühem Anlaufen ließ sie den SC nicht ins Spiel kommen.

Überragend Dennis Brussmann, der an allen drei Treffern beteiligt war. Zunächst erzielte er die Führung, dann bereitete er die weiteren Treffer seiner Kollegen vor. Den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte Kesper per Freistoß. Der Anschlusstreffer in der Nachspielzeit durch Eigentor kam für eine Wende zu spät. Die FSG verpasste bei weiteren Chancen eine höhere Führung.

Freienhagen/Sachsenhausen – Eppe/N’Schleidern 1:2 (1:0). Tore: 1:0 Ole Steuber (25.), 1:1, 1:2 Christopher Emde (60./FE, 75.).

„Das Spiel hätte keinen Sieger verdient, wir haben zu wenig investiert“, bilanzierte SV-Trainer Andreas Josefiak die zerfahrene Begegnung, die von vielen intensive Zweikämpfen im Mittelfeld geprägt war. Nach einer Ecke gelang Steuber der Führungstreffer, mit dem es auch in die Pause ging.

Auch danach ging es weiter hin und her, jedoch ohne große Chancen. Mitte der Hälfte verwandelte Emde einen berechtigten Strafstoß zum Ausgleich. Im gleichen Trott ging es bis zum Schluss weiter, nur unterbrochen vom Freistoßtreffer von Emde, der der SG zum Sieg verhalf.

BG Korbach – Bad Arolsen 1:1 (1:0). Tore: 1:0 Ömer Tatli (29./FE), 1:1 Artur Berger (90.+1).

Mit etwas mehr Glück hätte die Partie auch zugunsten der Blau-Gelben ausgehen können, und der Sieg wäre nach ihrer Meinung nicht unverdient gewesen. In der fairen Partie zeigte sich Korbach kämpferisch gut aufgelegt und hatte im ersten Durchgang leichte Vorteile. Große Torchancen blieben selten, zum 1:0 durch Tatli führte bezeichnenderweise ein Strafstoß.

Nach dem Wechsel hatten die Arolser etwas mehr vom Spiel, die Korbacher jedoch die besseren Chancen. So scheiterte Freddie Sommer an Keeper Pascal Mähl, Süleyman Turan. Turan vergab noch einmal freistehend. Der Ausgleich schien beim Freistoß von Kevin Sobotta fällig, doch Torhüter Marijan Illic holte den Ball aus dem Winkel. In der Nachspielzeit der glückliche Ausgleich, Berger köpfte aus zehn Metern unhaltbar ein. dv

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