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Begegnungscafé für Geflüchtete und Unterstützer im Korbacher Jugendhaus eröffnet

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Von: Wilhelm Figge

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Erste Besucher im Begegnungscafé: (von links) Dorothee Schäfer von der Stadt begrüßte Bogdan, Kira und Olha und fand rasch etwas zu tun.
Erste Besucher im Begegnungscafé: (von links) Dorothee Schäfer von der Stadt begrüßte Bogdan, Kira und Olha und fand rasch etwas zu tun. © Wilhelm Figge

Mit dem Begegnungscafé im Jugendhaus unterstützt die Stadt Korbach das Angebot für Flüchtlinge aus der Ukraine. Gründe zum Austausch gibt es viele.

Korbach – Die ersten Besucher stehen gleich zur Öffnung vor der Tür des Jugendhauses in Korbach, um das wegen der Flucht aus der Ukraine eröffnete Begegnungscafé zu besuchen. Es sollen noch mehr werden, zweimal die Woche öffnet es, dienstags und donnerstags von 10 bis 13 Uhr.

Getreu seines Namens soll das allerlei Begegnungen ermöglichen, erklärt Kulturamtsleiterin Ute Jennemann: „Zwischen denen, die helfen wollen und denen, die vielleicht Hilfe brauchen.“ Zwischen Mitarbeitern der Stadt und Flüchtlingen ließen sich administrative Fragen klären; gleichzeitig erfahre die Verwaltung, was die Menschen umtreibt. Und letztlich sollen auch die in Korbach angekommenen Ukrainer sich selbst untereinander über ihre Erfahrungen austauschen können.

Mit den ersten Besuchern, dem kleinen Bogdan und Familie, werden erst einmal die im Jugendhaus reichlich vorhandenen Spiele ausgepackt. Aber auch für ältere Besucher birgt das Begegnungscafé Beschäftigung: Dart, Tischtennis und Billard stehen zur Verfügung – und ebenso ein Raum mit Computern, der für Sprachkurse genutzt werden kann. Zuerst einmal, um im Alltag anzukommen, später sind auch Zertifikate das Ziel. Zusammen mit dem Fröbel-Seminar wird auch ein Tag voller Bewegung, Sport und Spaß auf dem Paul-Zimmermann-Sportplatz geplant.

Mit dem Begegnungscafé wolle die Stadt das bestehende Angebot der Kirchen ergänzen, erklärt Ute Jennemann: Die evangelische Johannes-Gemeinde bietet montags, mittwochs und freitags einen Treffpunkt an; die katholische St.-Marien-Gemeinde freitags. Auch das „Café Klatsch“.

Gesucht würden derweil noch ehrenamtliche Helfer, gerade solche, die ukrainisch oder russisch sprechen. Wer das Angebot unterstützen möchte, kann sich unter Rufnummer 0162/1366774 melden. Auch ohne Betreuung soll den Flüchtlingen das Begegnungscafé offen stehen, um sich auszutauschen, die Angebote zu nutzen und den Ort für Treffen am Leben zu erhalten: „Das ist eine Frage der Selbstbestimmung“, sagt Ute Jennemann.

Auch wenn viele Ukrainer hoffen, bald zurück in ihre Heimat zu können: Es gebe Nachfrage nach Integrationskursen und Wegen in den Arbeitsmarkt: „Sie wollen sich gerne selbst versorgen.“ Einige seien schon in Deutschkurse aufgenommen worden. Unabhängig von der Dauer ihres Aufenthalts in Korbach, seien Deutsch lernen und Kinderbetreuung wichtig für sie.

Das Begegnungscafé für geflüchtete Familien, Unterstützer und Interessierte befindet sich im Jugendhaus in der Kirchstraße 20. Alle Räume sind per Aufzug barrierefrei zu erreichen, teilt die Stadt mit. (wf)

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