Schöffengericht vertagt Prozess gegen Paderborner für mehr Information

Korbach. Ein 57-jähriger gelernter Elektroanlageninstallateur aus dem Kreis Paderborn musste sich am Donnerstag vor dem Korbacher Amtsgericht gleich wegen sieben Anklagepunkten verantworten.

Die Anklage reichte von verbotener Ausübung tatsächlicher Gewalt über Kriegswaffen tateinheitlich mit dem verbotenen Besitz von halbautomatischen Kurzwaffen bis hin zur Herstellung vollautomatischer Schusswaffen und der verbotenen Überlassung von Waffen und Munition an Dritte.

Nach Verlesung der Anklagepunkte bat Verteidiger Ben Becker sowohl das Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling als auch die Staatsanwältin zu einem Rechtsgespräch.

Nach halbstündiger Beratung kam das Gericht zu der Erkenntnis, dass zur Urteilsfindung sowohl ein aus Waldeck-Frankenberg stammender Zeuge, der sich mit einem ärztlichen Attest entschuldigen ließ, als auch ein Waffensachverständiger des Bundeskriminalamtes nötig seien. Daher wurde die Verhandlung auf den 30. April verlegt.

Der Angeklagte, der die Taten im Kreis Paderborn und in Waldeck-Frankenberg verübt haben soll, hat die Herstellung und Bearbeitung bei einem Unternehmen, das Sportwaffen herstellt, gelernt. Zudem war er in Unternehmen angestellt, die Kunststoffe herstellen. Seit dem 1. Januar 2008 ist der Angeklagte arbeitssuchend. (zhs)

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