Britisches Orchester amüsiert und animiert Publikum in der Stadthalle

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Das „United Kingdom Ukulele Orchestra“ zeigte in der Korbacher Stadthalle Comedy auf Instrumenten.

Korbach. Mit virtuoser Musik, tollen Stimmen und britischem Humor hat das „United Kingdom Ukulele Orchestra" sein Publikum in der Korbacher Stadthalle überzeugt.

Unter dem Motto „I got Uke Baby“, das an das Lied von Sonny und Cher angelehnt war, zeigten Alex Gold, Peter Baynes, Sarah Dale, Alan Dowson, Stuart Crout, Lesley Cunningham und Andy Wild eindrucksvoll, welch großartigen Sound sie mit ihren Mini-Gitarren erzeugen. Die rhythmische Basis lieferte Stephen Truman am E-Bass.

Das Konzert begann klassisch mit dem Werk „In der Halle des Bergkönigs“ von Edvard Grieg. Ein Hörgenuss war Mozarts „Rondo Alla Turca“. Erinnerungen an das Komiker-Duo Stan Laurel und Oliver Hardy flammten auf, als „Trail of the lonesome pine“ erklang. Einen Ausflug in die Hippiezeit gab es mit „Good Vibrations“ der Beach Boys.

Das Orchester machte auch vor Chick Coreas Jazz-Meisterstück „Spain“ nicht halt, der beim Schreiben des Liedes gewiss nicht die Ukulele im Sinn hatte. Ein Lachen entfuhr manchem Zuhörer, als Leslie Cunningham und Andy Wild „I got you babe“ sangen. Während der Textzeile „So let them say your hair’s too long“ lüftete Wild nämlich sein kahles Haupt. Bei der Melodie des Thrillers „Der dritte Mann“, der einst in Wien spielte, vermisste keiner den Zitherklang.

Das „United Kingdom Ukulele Orchestra“ zeigte in der Korbacher Stadthalle Comedy auf Instrumenten.

Alex Gold imitierte bei „Billie Jean“ Michael Jackson mitsamt Moonwalk und obligatorischem Griff in den Schritt. Mitreißend war „Go your own way“ von Fleetwood Mac aus dem Album „Rumours“, einem der weltweit erfolgreichsten Tonträger. Beim Dschungelbuch-Lied „I wanna be like you“, bei dem Sarah Dale auf einer Teekanne trötete, wurde das Publikum zum Singen animiert. Die Musiker schützten sich mit Helmen bei „You’re the voice“ von John Farnham, denn Andy Wild schleuderte über ihren Köpfen einen Schlauch und entlockte ihm Töne.

Den krönenden Abschluss bildete das komplexe Werk „Bohemian Rhapsody“ von Queen, bei dem die selbstgebaute „Kazookeylele“ von Stuart Crout Akzente setzte. Mit Applaus im Stehen forderte das Publikum Zugaben ein: Bei „Mamma Mia“ von Abba und „Always take a look at the bright side of Life“ von Monty Python sang es lautstark mit und pfiff taktgenau dazu.

Von Nadja Zecher-Christ

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