Korbacher Weihnachtsfreunde treffen sich zum Christkindwiegen im Kilian

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In den frühen Morgenstunden des Ersten Weihnachtsfeiertages begrüßen die Weihnachtsfreunde die noch stille Stadt.

Korbach. Nach der unfreiwilligen Pause zur vorjährigen Weihnacht haben die Korbacher Weihnachtsfreunde wieder den Turm der Kilianskirche bestiegen um sich einer alten Tradition zu widmen: dem Christkindwiegen.

Erst leise, dann immer deutlicher hören die Besucher an Heiligabend den Gesang: Die Korbacher Weihnachtsfreunde stimmen in alle Himmelsrichtungen „Das ist der Tag, den Gott gemacht“ an. Ein großes Publikum hat sich vor der Kilianskirche versammelt und lauscht andächtig; Weihnachtsfreunde, welche die 264 Stufen nicht mehr bewältigen können, stehen inmitten der Menge und singen leise mit.

Als der Gesang an der belebten Vorderseite verstummt und die 59 Sänger sich zuletzt dem Obermarkt zuwenden, ist das wie ein Signal – der Augenblick, in dem viele Korbacher Freunden und Nachbarn im Publikum frohe Weihnachten wünschen. 

Das Christkindwiegen auf dem Kilian ist Tradition, die Pest soll es früher vertrieben haben, erklärt Hermann Küthe, Sprecher der Weihnachtsfreunde. Eine Schar Korbacher Männer vom Schüler bis zum 86-Jährigen erklimmt den Turm, um Heiligabend um 20 Uhr und am Ersten Feiertag um 7 Uhr zu singen.

Mehr lesen Sie in der Montagsausgabe der Waldeckischen Landeszeitung. Bis dahin wünscht die Heimatzeitung Ihnen frohe Feiertage.

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