Mehr als 60 neue Stellen

Continental investiert in Korbach 45 Millionen Euro

Vor dem neuen Technologiezentrum von Continental in Korbach: (von links) Werksleiter Lothar Salokat, Betriebsratschef Jörg Schönfelder und Dr. Bernhard Trilken vom Konzernvorstand in Hannover. Foto: Schilling

Korbach. Der Reifenhersteller Continental investiert am Standort Korbach 45 Millionen Euro. Im Juni hatte das Werk ein 25 Millionen Euro teures Logistikzentrum für Fahrrad- und Autoreifen in Betrieb genommen. Weltweit hat der Konzern mit Hauptsitz in Hannover seit 2011 zwei Milliarden Euro investiert.

In einem neuen Technologiezentrum in Korbach, das in dieser Woche Richtfest gefeiert hat, sollen jährlich rund 350.000 Hochleistungsreifen hergestellt, aber auch neue Verfahren entwickelt und erprobt werden. Die neue Halle schafft mehr als 60 neue Stellen am Standort Korbach.

Knapp ein Jahr nach dem ersten Spatenstich steht die neue Halle, vor wenigen Tagen hat der Aufbau der modernen Maschinen begonnen - Grund für Conti-Werksleiter Lothar Salokat, diesen „Meilenstein“ zu feiern: Jetzt waren Mitarbeiter und Vertreter der Baufirmen zu einem „kleinen Richtfest“ in den Neubau eingeladen.

In dem neuen Technologiezentrum in Korbach sollen jährlich rund 350 000 Hochleistungsreifen hergestellt werden, „Ultra High Performance“ genannt. Entwickelt werden sie für besonders sportliche und technologisch anspruchsvolle Autos mit hoher Motorleistung. Außerdem sollen in dem Zentrum Produktionsverfahren optimiert, neu entwickelt und erprobt werden, sie sollen danach im gesamten weltweit aufgestellten Konzern eingeführt werden.

Das Zentrum sei ein „wichtiger Baustein für die Zukunft“ des Korbacher Werkes, sagte Werksleiter Lothar Salokat. Nicht nur eine neue Fertigung entstehe, letztlich werde die Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Hannover ins Korbacher Reifenwerk hinein „verlängert“.

„Es geht mächtig voran“, stellte Dr. Bernhard Trilken aus Hannover fest - er ist Vizepräsident für die weltweiten Reifenproduktionsanlagen und die Logistik. „Es ist beeindruckend zu sehen, was geschaffen worden ist.“ Er erinnerte an den Grund für den Bau: In der laufenden Reifenproduktion sei oft nicht der Freiraum vorhanden, um Prozesse zu optimieren. Wegen der hohen Komplexität der Abläufe gebe es kaum Möglichkeiten, um andere Wege zu versuchen. Deshalb sei die Idee aufgekommen, eine getrennte Produktionszelle zu schaffen - das Technologiezentrum, in dem neue Verfahren entwickelt und erprobt werden sollen, aber auch neue Hochleistungsreifen.

Vor zwei Jahren sei die Entscheidung für den Standort Korbach gefallen. Gründe: Die Beschäftigten hätten eine hohe Qualifikation und Erfahrung im Umgang mit Hochtechnologie. Und die Hansestadt liege in der Nähe der Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Mit dem Know-How aus Korbach sollten auch andere Standorte weltweit weiterentwickelt werden. (sg)

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