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Corona-Pause endet: Neun Gruppen machen mit bei der Korbacher Theaterwoche im Mai

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Nach der Sitzung des Kuratoriums der Korbacher Theaterwoche vor dem Kreishaus  - von links Petra Frömel von der Kreisverwaltung, Klaus Hartmann,  Olaf Schindler von der Alten Landesschule, die Stadtverordnete Carola Iske-Krebs, Werner Hartmann,  zugleich der Vorsitzende des Fördervereins, Michael Schwarzwald vom Leitungsteam, Dr. Hartmut Wecker von der Kreisverwaltung,  der Vorsitzende, Landrat Jürgen van der Horst und Schulamtsleiter Stephan Uhde. Kniend mit Karnevals-Kräppel: Thorsten Jech von der Frankenberger Edertalschule.
Das Programm seht: Das Kuratorium der Korbacher Theaterwoche legte im Kreishaus die teilnehmenden Gruppen fest und billigte den Spielplan. Vom 23. bis zum 28. Mai sind Aufführungen und die Werkstattarbeit geplant. © Karl Schilling

Zweimal ist die Korbacher Theaterwoche wegen der Corona-Pandemie ausgefallen – in diesem Jahr soll sie wieder mit den gewohnten Präsenzaufführungen stattfinden: Vom 23. bis zum 28. Mai präsentieren neun Gruppen ihre Inszenierungen. Auch die Werkstattarbeit gehört wieder zum Angebot.

Korbach – Bei einer Sitzung im Kreishaus legte das Kuratorium der Theaterwoche am Montag die teilnehmenden Gruppen und das Programm fest und besprach das Thema der Werkstattarbeit, die neben den Aufführungen läuft. Spielstätten sind die Stadthalle, die Fußgängerzone und das „Loch“ - die Kilianskirche könnte hinzukommen.

„Wir wollen mit Optimismus starten.“

„Wir sind zuversichtlich, dass die Pandemie-Situation das Angebot möglich macht“, sagte der Kuratoriums-Vorsitzende, Landrat Jürgen van der Horst. Es sei davon auszugehen, dass die Aufführungen im Mai weitgehend ohne Beschränkungen über die Bühne gehen könnten. „Wir wollen mit Optimismus starten.“

Auch wegen der Corona-Lage habe es diesmal etwas weniger Bewerbungen als in den vergangenen Jahren gegeben, berichtete Michael Schwarzwald vom Leitungsteam. Ein Grund: Viele Gruppe hätten wegen der Auflagen zwei Jahre nicht arbeiten können. Alle acht Bewerbungen von Laiengruppen wurden auch angenommen. Außerdem nahm das Kuratorium noch das Theaterprojekt „Out of the Box“ auf, bei dem das „Netzwerk für Toleranz“ im Kreis und das Mengeringhäuser „Statt-Theater“ zusammenarbeiten.

Schwarzwald stellte einen „schönen, bunten, abwechslungsreichen, reichhaltigen und qualitativ hochwertigen“ Spielplan vor.

Beginn mit „Straßentheater“ im „Loch“

Das Programm beginnt am Montag, 23. Mai, um 17 Uhr mit dem „Straßentheater“ im „Loch“. Um 19.30 Uhr eröffnet Jürgen van der Horst die Theaterwoche in der Stadthalle. Danach ist eine kleine Pause eingeplant. Sie solle an die Stille erinnern, die in den vorigen zwei Jahren ohne Theaterwoche geherrscht habe, erklärt Schwarzwald. Die Schauspieler von „Rohestheater“ geleitet die Gäste danach in den Saal, wo das Eröffnungsstück beginnt. Der Spielplan:

Die Werkstattarbeit

Die theaterpädagogische Werkstattarbeit steht dieses Jahr unter dem Thema „Nicht zu einer Marionette werden, sondern ausbrechen und frei werden“. Die Spielleute der teilnehmenden Gruppen und alle anderen Interessenten verteilen sich auf sechs Arbeitsgruppen, die von erfahrenen Theaterleuten mit unterschiedlichen Ansätzen geleitet werden. . Die Teilnehmer befassen sich vormittags mit drei Texten und sollen das Motiv der Spieluhr in ihre Präsentation mit einbauen.

Die Festivalzeitung „Spotlight“

Während der Theaterwoche gibt es wieder die täglich erscheinende Festivalzeitung „Spotlight“, die Gymnasiasten der Alten Landessschule seit 26 Jahren herausgeben.

Abschluss im „Loch“

Den Abschluss der Woche bilden am Samstag, 28. Mai, wieder die Präsentation der Werkstatt-Ergebnisse und eine gemeinsame Aktion aller Mitwirkenden. Beginn ist um 10 Uhr im „Loch“.

„Die Bewerbungen „passen in unser Konzept“, stellte van der Horst fest. Er begrüßte auch die Aufnahme des Theaterprojekts „Out of the Box“. Nicht berücksichtigt wurden zwei weitere Bewerbungen der halbprofessionellen belgischen Gruppe „Agora“, die schon mehrfach in Korbach gastiert hat – die Laiengruppen erhielten den Vorzug.

Bislang keine integrative Inszenierung

Sehr bedauerlich sei, dass dieses Jahr keine Gruppe der Lebenshilfe oder der Paul-Zimmermann-Schule vertreten sei, sagte Werner Hartmann vom Kuratorium der Theaterwoche. Seit den 1990er Jahren sei die integrative Arbeit ein fester Bestandteil – so hatte ein Ensemble der Lebenshilfe über Jahre eigene Aufführungen inszeniert und sich an der Theaterwerkstatt beteiligt. Doch Gespräche mit der Lebenshilfe hätten erheben, dass es derzeit nicht möglich sei, eine Theatergruppe zu mobilisieren.

Michael Schwarzwald verwies auf ein laufendes Theaterprojekt der Lebenshilfen in Korbach und Weimar. Das Leitungsteam habe eine Aufführung im Bürgerhaus vorgeschlagen, doch das sei an Arbeitsbestimmungen gescheitert: Die Laienspieler hätten Urlaub nehmen müssen, um an der Theaterwoche teilnehmen zu können. Sie könnten doch Bildungsurlaub nehmen, schlug Carola Iske-Krebs vom Kuratorium vor. Schwarzwald versprach: „Wir werden am Ball bleiben.“

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