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Post-Ärger in Korbach: Paket fällt erst runter, dann verschwindet es

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Von: Wilhelm Figge

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Viele Pakete sind derzeit unterwegs: Wenn etwas schiefgeht, haben Kunden einiges zu beachten.
Viele Pakete sind derzeit unterwegs: Wenn etwas schiefgeht, haben Kunden einiges zu beachten. (Symbolfoto) © Rolf Vennenbernd/dpa

Nachdem ein Päckchen zu Boden fiel, berichtet eine Korbacherin von langen Auseinandersetzungen mit der Post. Den Fall kann diese nicht klären, weil ein Detail unklar bleibt.

Korbach – Erst fiel das Paket herunter, dann ging es verloren – und Birgit Schmidt ärgert sich seit Beginn des Jahres über die Post. Im Internet ersteigerte Gläser hatte ihre Tochter an ihre Adresse schicken wollen, schildert sie unserer Zeitung: Ihr Mann habe die Postbotin damit ankommen sehen und ihr die Tür aufgehalten – doch da fiel das Päckchen schon herunter.

Damit begann das Problem erst: Beim Schütteln habe es so geklungen, als sei der Inhalt beschädigt. Die Frage, ob sie das Paket zum Überprüfen gleich öffnen sollten, habe die Zustellerin allerdings verneint und es wieder mitgenommen.

Post-Ärger: Korbacherin geht es ums Prinzip

Im Laufe der nächsten Wochen und Monate habe sie nachgefragt, wie es denn nun mit dem Paket oder einer Begleichung des Schadens aussehe, berichtet Birgit Schmidt. Die Postbotin habe sie jedoch gemieden oder sich „dumm gestellt“. Sie nahm Kontakt zu ihrem Teamleiter auf: Der habe behauptet, das Paket hätte auch vorher schon beschädigt sein können. Auch habe er ihr vorgeworfen, die Zustellerin verbal angegangen zu haben – das habe diese im persönlichen Gespräch aber bestritten, so Birgit Schmidt. Andere Post-Mitarbeiter hätten ihr gesagt, dass sie das Paket durchaus hätte öffnen dürfen.

„Jeder Mensch macht Fehler“, sagt die Korbacherin – aber jetzt gehe es ihr ums Prinzip. Der Teamleiter sei mittlerweile nicht mehr bei der Post beschäftigt, aber auch sein freundlicherer Nachfolger könne ihr nicht weiterhelfen: Die Sendungsnummer liegt ihr nicht vor. Sie habe das Paket ja nicht bekommen; die Absenderin habe auch nicht mehr weiterhelfen können.

Im ersten Schritt ein Seniorenheim mit stationären Pflegeplätzen, im zweiten Schritt eine unmittelbar angrenzende Einrichtung mit betreutem Wohnen: Dieser Plan soll ab dem kommenden Jahr auf dem Areal in Korbach umgesetzt werden, auf dem sich ursprünglich das Verteilzentrum der Post sowie Postfiliale mit Paket- und Briefannahme und Postbank befinden.

Ärger mit der Post in Korbach: Tipps, was Kunden tun können

Ohne einen solche Identcode könne die Pressestelle der Post da nur im Nebel stochern, erklärt Pressesprecher Thomas Kutsch. Da könne er lediglich allgemeine Hinweise zu solchen und ähnlichen Situationen geben.

Wenn die Vermutung naheliegt, dass der Inhalt eines gelieferten Pakets beschädigt ist, sollten Empfänger dies zuerst mit eigenen Fotos als Beweis dokumentieren, erklärt Thomas Kutsch auf Anfrage unserer Zeitung. Wenn der Zusteller noch zugegen ist, gerne auch in dessen Anwesenheit. Als zweiten Schritt empfehle er das Aufsuchen einer Partnerfiliale, um den Schaden auch dort in Anwesenheit von Zeugen zu dokumentieren.

„Das wichtigste ist aber das Ausfüllen und schnelle Absenden einer Schadensanzeige“, hält er fest. Auf dhl.de gebe es dafür ein Dokument: „Der Schaden wird dann von unserem Kundenservice geprüft und im Rahmen der allgemeinen Haftungsbedingungen und Höchstgrenzen gehaftet, wenn der Schaden durch den Transport oder die Bearbeitung in den unterschiedlichen Sortierzentren entstanden sein sollte.“ Auch der Kunde sei verpflichtet, Ware so zu verpacken, dass sie beim Transport nicht zwangsläufig beschädigt werden kann.

Post empfiehlt: Bei Schäden gleich schauen und dokumentieren

Er empfehle immer den versicherten Paketversand zu wählen, da der Kunde dann gemäß der Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Pakete auch eine Haftungsgrundlage für den Schadensfall hat. Päckchen und Briefe sind gemäß der AGB Brief national nicht versichert, lediglich bei Einschreiben gebe es andere Regeln

Ein Blick in die AGBs lohne, denn dort sind die erlaubten Sendungsinhalte dokumentiert. Unter anderem gehört Bargeld, das gerade zu Weihnachten beliebt ist, nicht in Standardbriefe; dafür gibt es speziell den Wertbrief, der es erlaubt maximal 100 EUR zu versenden.

Für den Empfänger ist es auf alle Fälle wichtig, mit dem Absender in Kontakt zu treten und die Sendungsnummer, beziehungsweise die Dokumentation des Sendungsverlaufes einzufordern, da immer der Absender der Vertragspartner ist und einen Sendungsverlust oder eine -beschädigung anzeigen kann; es sei denn er tritt die Rechte an den Empfänger ab, erläutert Kutsch. (wf)

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