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Dreimal Abstiegskampf pur: Heimsiege für Goddelsheim/Münden und Mengeringhausen sind Pflicht

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Fällt er aus? Der Einsatz von Michael Kuhnhenne bei der SG Goddelsheim/Münden am Sonntag ist offen.
Fällt er aus? Der Einsatz von Michael Kuhnhenne bei der SG Goddelsheim/Münden am Sonntag ist offen. © bb

Abstiegskampf total für drei der vier Waldecker Fußball-Gruppenligisten am Sonntag: Die SG Goddelsheim/Münden trifft auf den FC Körle und die SG Bad Wildungen/Friedrichstein reist nach Edermünde.

Korbach – Der TuSpo Mengeringhausen ist von seinem Gegner SG Neuental/Jesberg zwar ein paar Punkte weiter weg, doch auch der Rangzehnte steht nahe an der Roten Zone der Tabelle. Der TSV Altenlotheim hat spielfrei.

Goddelsheim/Münden – Körle (Hinspiel 1:1). Willkommen in der Abstiegszone! Nach dem 1:3 in Bad Wildungen trennen die Lichtenfelser nur noch drei Zähler von den Abstiegsrängen. „Wir müssen jetzt sehen, dass wir langsam wieder Punkte sammeln“, sagt SG-Trainer Jens Fresen. Der Sonntag wäre ein guter Zeitpunkt, denn Gegner Körle (15.) ist eines jener Teams, die nur einen Dreier schlechter sind als Goddelsheim/Münden.

„Wir haben im Hinspiel schon gesehen, dass Körle eine gute Mannschaft hat“, sagt Fresen. Etwas mitzunehmen werde nur gelingen, „wenn wir auch zu hundert Prozent präsent sind, und das fängt schon mit der Vorbereitung auf diese Partie an“. Will sagen: Gas geben im Training.

Körle kommt mit der schwächsten Angriffsreihe der Gruppe 1 (20 Tore), hat aber auswärts schon zehn Punkte geholt. Zuletzt gab es ein 0:2 daheim gegen Mengsberg und „Gelb-Rot“ gegen Justin Ranft, der am Sonntag gesperrt ist. FCK-Trainer Halil Inan befindet sich bereits auf Abschiedstour: Im Sommer wird ihn Günter Klose beerben, Ex-Coach von Eintracht Edertal.

Fresen muss am Sonntag auf Daniel und Steffen Butterweck (privat verhindert) verzichten. Fragezeichen gibt es bei Michael Kuhnhenne, der nach dem Spiel in Bad Wildungen angeschlagen ist. Eine Absage der Partie ist wegen des trockenen Wetters unwahrscheinlich. Statistik: Die SG hat von den letzten sechs Ligapartien lediglich eins gewonnen, Körle immerhin drei. Auch ansonsten trifft es sich gut, dass ihr Trainer Jens Fresen nur wenig von Statistiken hält – seit August 2009 sind die Lichtenfelser nämlich sieglos gegen Körle.

Mengeringhausen – Neuental/Jesberg (0:2). Einen Auswärtssieg hat der TuSpo in dieser Saison bisher geliefert, und das war das 2:0 im Hinspiel in Gilsa durch einen Simon-Schwechel-Doppelpack. Nichts anderes als eine Neuauflage des „Dreiers“ gegen den Zehnten zählt für Andre Gutmann am Sonntag (Anstoß auf Wunsch der Gäste erst um 16 Uhr). „Es ist definitiv so, dass wir gewinnen wollen und müssen“, sagt der Spielertrainer des TuSpo und spürt auch in der Mannschaft die Lust, den Abstiegskampf aufzunehmen: „Die Jungs sind heiß, endlich in die Rückrunde zu starten.“

Dennis Jakob
Dennis Jakob © mn

Die Gäste legten mit dem 2:5 gegen den SC Edermünde einen Fehlstart hin. Die Höhe der Niederlage erklärt sich auch mit der Roten Karte gegen Zinar Dag. Seine Sperre wird Trainer André Husse ärgern. Er hätte sich angesichts knappen Personals ohnehin mehr Spieler gewünscht. Mit 20 Punkten ist die SG nur zwei von den Abstiegsplätzen entfernt.

Mengeringhausen nutzte die Zwangspause wegen der Absage der Partie in Altenlotheim zu einem Testkick bei Eintracht Edertal. „Besser als jedes Training“, sagt Gutmann ungeachtet der 2:3-Niederlage. Dabei schonte er Nico Müller (Entzündung im Schienbein). Ob der mitmischen kann, entscheidet sich ebenso heute im Abschlusstraining wie die Einsätze von Luca Lüther (erkrankt) und Dennis Jakob (Probleme im Oberschenkel). Statistik: Neuental/Jesberg stellt die Mannschaft mit den meisten Gegentoren (45) der Gruppe, trifft aber selbst ordentlich (31mal). In der von Corona geprägten Bilanz der Teams untereinander stehen bisher ein Remis und der TuSpo-Sieg im November 2021.

Edermünde – Bad Wildungen/Friedrichstein (4:1). Abstiegskampf pur. Beide Mannschaften stehen punktgleich auf den Plätzen 13 und 14 der Tabelle, beide gewannen ihre Auftaktspiele – Edermünde in Jesberg (5:2), die SG gegen Goddelsheim/Münden (3:1). „Es war ein umkämpftes Spiel mit wenig spielerischen Glanzpunkten. Das ist momentan nicht so wichtig, Hauptsache die Ergebnisse stimmen. Spielerisch gibt es noch Optimierungsbedarf“, fasst SG-Trainer Jan Leimbach die Partie zusammen.

Leimbach räumt ein, dass sein Team das nötige Spielglück hatte. „Die 50:50-Entscheidungen sind für uns gefallen.“ Für Sonntag fordert er: „Kampf, Spirit und Leidenschaft müssen so beibehalten werden.“ Als Extra-Motivation sollte das Hinspiel herhalten. Das 1:4 entsprach nicht den gezeigten Leistungen, wie Leimbach als damaliger Zuschauer feststellt.

Der FCE hat mitten in der Wintervorbereitung überraschend den Trainer gewechselt. Anstelle von Björn Kördel hat nun Teame Andezion mitsamt seinem Co. Mike Lengemann das Sagen. Der Einstand ist gelungen, Spiel zwei würden die Wildunger den Neuen zu gern verderben. „Wir wollen zeigen, dass wir uns weiterentwickelt haben. Unser Ziel ist wie immer zu gewinnen“, sagt Leimbach. Dabei steht ihm der komplette Kader zur Verfügung: „Ich muss mir Gedanken machen, wen ich aufstelle. Aber der Konkurrenzkampf ist auch leistungsfördernd.“ Statistik: Die drei Partien beider Teams seit der Saison 2019/20 gingen alle an Edermünde. Der SC ist eher heimschwach (sieben Punkte), Wildungen aber nicht gerade ein Auswärtsmonster (sechs Punkte), bb, mn, dv

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