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Eckhard Rindt hat seit 42 Jahren einen Kleingarten am Rhenaer Weg

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Von: Marianne Dämmer

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Alles, was das Herz begehrt, hat der 68-jährige Eckhard Rindt in seinem Kleingarten im Rhenaer Weg in Korbach, den er seit 42 Jahren bewirtschaftet. Der älteste Teil der Anlage besteht seit 90 Jahren.
Alles, was das Herz begehrt, hat der 68-jährige Eckhard Rindt in seinem Kleingarten im Rhenaer Weg in Korbach, den er seit 42 Jahren bewirtschaftet. Der älteste Teil der Anlage besteht seit 90 Jahren. © Marianne Dämmer

„Ich hab’s gern grün“, sagt Eckhard Rindt aus Korbach. Und so ist Grün auch die vorherrschende Farbe in seinem Kleingarten, den er seit 42 Jahren besitzt.

Korbach – Hinein geht es unter einem Bogen aus Buchs, danach folgen Gräser und Bambus in verschiedenen Größen sowie unter anderem ein Torbogen aus Efeu. Das wertvolle Grün ist so verwoben und beschützend gewachsen, dass Vögel sich darin gern Nester bauen, um zu nisten.

Seit 42 Jahren pflegt der inzwischen 68 Jahre alte Rentner seinen Kleingarten in der Kolonie am Rhenaer Weg bereits. Als er noch als Fernfahrer arbeitete, blieben nur die Wochenenden für das Gärtnern, mehr Zeit auch in der Woche blieb, als er später im Nahverkehr eingesetzt war. Seitdem er berentet ist, verbringt er von Frühjahr bis Herbst den ganzen Tag im Garten. Bis zu ihrem Tod vor einem Jahr genoss auch seine Frau das Leben und Werkeln in dem grünen Reich.

Tomaten und Gurken in Hülle und Fülle

Schon vor Jahren haben die Kleingärtner Strom und Wasser in Eigenleistung gelegt, das Gartenhaus ist perfekt ausgestattet und versorgen kann er sich aus dem Garten: In zwei mächtigen, selbst gebauten Hochbeeten zieht er unter anderem Kräuter und Salate, Wirsing und Kohlrabi, im 30 Jahre alten Gewächshaus wachsen Schlangengurken auf der einen Seite, Tomaten auf der anderen. „Allein rund 35 Schlangengurken habe ich in diesem Sommer schon geerntet. Etliche habe ich weggegeben – so viel kann man ja gar nicht essen“.

Sein Tipp für eine reiche Ernte und gesunde Pflanzen im Gewächshaus: „Jedes Jahr im Herbst nehme ich etwa spatentief die Erde aus dem Gewächshaus und bringe neue Gartenerde ein, gemischt mit Blumenerde und eigenem Kompost, dann kommt noch etwas Spezialdünger hinzu – ab geht die Post“, erklärt er und betont: „Man muss vorsichtig sein mit Stickstoff. Gibt man zu wenig, wächst es nicht, gibt man zu viel, wächst vor allem grüne Masse, aber kaum Frucht“.

Fest am Samstag, 13. August

Am Samstag, 13. August, feiert der Kleingärtnerverein im Rhenaer Weg in Korbach ab 14 Uhr sein 90-jähriges Bestehen mit einem Sommerfest. Für Lukullisches ist gesorgt – Gäste sind willkommen, können auch die Anlage in Augenschein nehmen. (md)

Das Gemüsebeet draußen bereitet er stets mit Gründünger auf, „meist nehme ich Senf, der hat die meiste Blattmasse“. Mit einem Rasenkantenschneider wird der Senf klein geschnitten und dann untergearbeitet.

Vor vielen Jahren hat er auch einen Teich neben dem Gartenhäuschen angelegt, von der Terrasse aus ist er zu sehen und das Wasserplätschern zu genießen. Bambus sorgt für ausreichend Sichtschutz. „Ich genieße das Rentnerdasein im Garten und die gute Nachbarschaft hier – dafür sorgt man“, sagt Eckhard Rindt. (Von Marianne Dämmer)

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