Auszeichnung

Ein „Macher“ für die Natur: NABU-Vorsitzender Dr. Peter Koswig erhält Ehrenbrief des Landes Hessen

Hohe Auszeichnung für Dr. Peter Koswig: Er erhielt den Ehrenbrief des Landes Hessen, hier mit seiner Frau Susanne Koswig und Bürgermeister Klaus Friedrich.
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Hohe Auszeichnung für Dr. Peter Koswig: Er erhielt den Ehrenbrief des Landes Hessen, hier mit seiner Frau Susanne Koswig und Bürgermeister Klaus Friedrich.

Wenn andere noch abwarten, bis sie gefragt werden oder zögern, sich für das Gemeinwohl zu engagieren, ist Dr. Peter Koswig schon längst in Aktion. Ein Korbacher, der sich unermüdlich für den Naturschutz und eine lebenswerte Stadt einsetzt. Für sein jahrelanges Engagement erhält er den Ehrenbrief des Landes Hessen.

Korbach – „Man muss Sie nicht mitnehmen, man muss sie eher bremsen“, sagte der Bürgermeister Klaus Friedrich etwas scherzend und gleichzeitig anerkennend. Friedrich überreichte den Ehrenbrief – verliehen von Ministerpräsident Volker Bouffier und unterzeichnet von Landrat Dr. Reinhard Kubat.

Er gratulierte im Namen der Stadt und betonte seine Bewunderung für die ehrenamtlichen Tätigkeiten des 61-Jährigen. Seit 1990 ist Dr. Koswig Vorsitzender des NABU (Naturschutzbund) Korbach, und seit 2011 engagiert er sich in der Lokalpolitik. Für die Grünen sitzt er im Stadtparlament sowie im Kreistag Waldeck-Frankenberg. Darüber hinaus hat er beispielsweise beim Projekt „Fair-Trade-Stadt“ mitgewirkt. Und das alles neben seiner beruflichen Tätigkeit als Arzt. „Das imponiert mir“, sagte Klaus Friedrich.

Die Renaturierung der Kuhbach, die Ansiedelung einer Auerochsenherde zur Landschaftspflege, Dohlen in den Türmen der Altstadt, die Renaturierung der mittleren Marbeck und der Werbeaue bei Strothe – alles herausragende Projekte, die Peter Koswig vorangetrieben habe. Er lege persönlich Hand an und bringe sich mit seinem „umfangreichen Fachwissen“ in den kommunalpolitischen Gremien ein.

„Dabei geht Dr. Koswig nicht immer nur mit Ärmelschonern in die Schlacht“, sagte Friedrich. Er scheue nicht den Konflikt, er zeige Haltung und strebe seine Ziele hartnäckig an.

Die Auszeichnung sei eine Botschaft an die Jüngeren, sich ebenfalls zu engagieren. „Macht mit, setzt euch ein.“

Peter Koswig sei die treibende Kraft, wenn es darum geht, den Naturschutz nach vorne zu bringen und heimische Tier- und Pflanzenarten zu schützen, sagte Thorsten Kleine, der 2. Vorsitzende der NABU-Gruppe Korbach. Er blickte auch in die Zukunft. Weitere Arten müssten geschützt oder wieder angesiedelt werden. „Vielleicht der Biber?“ Thorsten Kleine richtete auch Glückwünsche des NABU-Kreisverbandes aus.

Peter Koswig freute sich über die Auszeichnung. „Mit meinen bescheidenen Kräften mache ich das Nötigste“, sagte er. „Schöne Einzelerfolge im Artenschutz“ seien bereits erreicht worden, doch Sorge bereite ihm die Entwicklung der vergangenen 50 Jahre: Es habe schon erhebliche Verluste gegeben, zum Beispiel bei den Insekten und Vögeln. „Noch schlimmer“ sei der Artenschwund bei Amphibien und Reptilien. Auch Pflanzenarten seien vom Aussterben bedroht. „Hier müssen wir unbedingt gegensteuern.“

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