Ziel: Gas- und Stromnetze entwirren

Zum Jahreswechsel: EAM steigt bei regionalem Energieversorger EWF ein

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EAM beteiligt sich zum Jahreswechsel mit 15 Prozent an EWF: Unser Bild zeigt (von links) Harald Plünnecke (Aufsichtsrat EWF), EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller, Landrat Dr. Reinhard Kubat, Marco Müller (EnergieNetz Mitte), EAM-Chef Georg von Maibom und Jörg Hartmann, Geschäftsführer "Energienetz Mitte".

Waldeck-Frankenberg. Pakt für die Zukunft: Der nordhessische Energieversorger EAM beteiligt sich mit 15 Prozent beim heimischen Versorger Energie Waldeck-Frankenberg (EWF).

Landrat Dr. Reinhard Kubat und EAM-Geschäftsführer Georg von Maibom haben in Korbach die Verträge zu Kooperation und Beteiligung der beiden öffentlichen Energieversorger unterzeichnet.

„Das ist ein gewaltiger Schritt, auf den wir über zwei Jahre gewartet haben“, erklärte Landrat Kubat. „Wir freuen uns, dass wir als Juniorpartner bei EWF mitarbeiten können“, sagte Maibom.

Mit dem Schulterschluss geht es keinesfalls um eine Fusion wie vor rund 15 Jahren bei EWF und den Korbacher Stadtwerken. Ziel der Verträge ist, die sich überschneidenden Netze für Strom und Erdgas zu entwirren - dabei klare Verhältnisse zu schaffen.

Im Ergebnis dehnt Energie Waldeck-Frankenberg seinen Marktbereich von derzeit rund 1260 Quadratkilometer auf 1628 Quadratkilometer bei der Stromversorgung aus. Das umfasst künftig den gesamten Landkreis Waldeck-Frankenberg plus Breuna, Fritzlar und Bad Zwesten. Eigenständig als Insel bleibt weiterhin die Energiegesellschaft Frankenberg (EGF), die die Stadt Frankenberg, Rosenthal und Gemünden (Wohra) versorgt. Wobei EAM mit 40 Prozent auch an EGF beteiligt ist.

Die Mehrheit bei Energie Waldeck-Frankenberg halten mit 52 Prozent auch künftig der Landkreis sowie Städte und Gemeinden als regionaler Zweckverband. Der Anteil der Thüga AG (München) sinkt ab Januar von derzeit 45,5 Prozent auf 33 Prozent.

Um die kommunale Mehrheit an EWF künftig zu sichern, müssen Kreis, Städte und Gemeinden dabei das Beteiligungskapital um über elf Millionen Euro aufstocken. Dies soll über langfristige Darlehen laufen. ´

Von Jörg Kleine

Weitere Details zum Schulterschluss lesen Sie in der gedruckten Montagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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