Parlament stimmt ab, welcher Investor das Grundstück kauft

Entscheidung über Kino in Korbach naht

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Das Cineplex-Kino in Baunatal: Auch in Korbach liegen Pläne für ein neues Kino griffbereit. Gleich zwei Investoren wollen bauen.

Korbach. Seit mehr als drei Jahren ist Korbach ein Ort ohne Kino. Das soll sich schon bald ändern: Die Stadtverordnetenversammlung muss am Donnerstag zwischen zwei Interessenten entscheiden, die seit längerem um den Zuschlag für das Grundstück im Gewerbegebiet in der Briloner Landstraße buhlen.

Im Landkreis gibt es aktuell nur noch zwei Kinos: in Frankenberg und Willingen. Ein Korbacher Unternehmer plant nun in der Kreisstadt ein Haus mit fünf Sälen und rund 600 Plätzen, inklusive eines Bowling-Centers mit acht Bahnen und Gastronomie. Für dieses Vorhaben hat er bereits im vergangenen Juli eine Förderzusage der Filmförderungsanstalt über 180 000 Euro erhalten, wie das Branchenmagazin „Blickpunkt:Film“ vergangene Woche berichtete. Investitionsvolumen: rund fünf Millionen Euro. Baubeginn könnte noch in diesem Frühjahr sein. Architekt Matthias Hansske (Kassel) hat unter anderem schon das 2015 eröffnete Cineplex in Baunatal geplant.

Mitbewerber ist die Kinofamilie Schlinker, die das Cineplex in Warburg betreibt. Auch ihre Pläne für ein Multiplex-Kino in Korbach liegen fertig in der Schublade. Das teilten die Kinobetreiber gestern per Presseerklärung mit. Familie Schlinker plant demnach ein „modernes, allen heutigen Anforderungen entsprechendes Multiplex-Kino“ mit sechs Sälen und insgesamt 1000 Sitzplätzen nach dem Cineplex-Standard. Zwischen fünf und sechs Millionen Euro wollen die Unternehmer in Korbach investieren. „Die reine Bauzeit beträgt wie beim Warburger Kino rund zehn Monate, sodass eine Eröffnung zu Weihnachten 2018 mit dem 3D-Megablockbuster ‘Avatar’ geplant ist.“

Wer das Kino bauen darf, entscheiden die Stadtverordneten: Denn das unbebaute Grundstück in der Briloner Landstraße zwischen Auto-Teile Unger und Technischem Hilfswerk gehört der Stadt.

Cineplex ist ein Kino-Verbund

Cineplex ist ein 1996 gegründeter Verbund unabhängiger, mittelständischer Kino-Unternehmen, die alle eigenständig ihre Lichtspieltheater betreiben. Im Einkauf und im nationalen Marketing haben sich diese Kinobetreiber - wie beispielsweise auch Familie Closmann aus Marburg - zusammengetan. Die Inhaber der einzelnen Kinos führen die Gestaltung des lokalen Filmprogramms in Eigenregie durch und legen die Eintrittspreise sowie die lokalen Marketingmaßnahmen selbstständig fest. Mittlerweile gehören über 500 Kinosäle in ganz Deutschland zur Cineplex-Gruppe. Dr. Heribert Schlinker hat sich vor 20 Jahren der Cineplex-Gruppe angeschlossen.

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