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Erste Container stehen: Siedlung für bis zu 280 Geflüchtete entsteht in Korbach

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Erste Container stehen: Siedlung für bis zu 280 Geflüchtete entsteht in Korbach.
Erste Container stehen: Siedlung für bis zu 280 Geflüchtete entsteht in Korbach. © Lutz Benseler

Innerhalb weniger Tage entsteht derzeit an der Flechtdorfer Straße in Korbach ein komplettes Container-Dorf für bis zu 280 Geflüchtete.

Korbach – Am Kran hängt ein Raum, in dem einmal maximal zwei Erwachsene oder ein Erwachsener und zwei Kinder leben werden: 14 Quadratmeter ist das Containermodul groß. „Bis Ende kommender Woche sollen alle Container angeliefert und aufgebaut sein“, sagt Friedhelm Schmidt, der Leiter der künftigen Gemeinschaftsunterkunft. Dann steht am Rande der Korbacher Innenstadt quasi ein eigener Ortsteil auf gut 9000 Quadratmetern mit kompletter Infrastruktur: Strom, Wasser und Abwasser sowie Telekommunikationsleitungen sind bereits verlegt worden. Die Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) wird in den nächsten Tagen noch eine eigene Trafostation für das Container-Dorf installieren.

Insgesamt fünf Siedlungs-Einheiten werden auf dem Gelände eines ehemaligen Möbelhauses aufgebaut: Sie bestehen jeweils aus einem langen und breiten Flur in der Mitte, der auch als Aufenthaltsraum dient. Er verbindet quasi als Rückgrat die wie Rippen angeordneten einzelnen Wohn- und Sanitärcontainer. Die Bewohner können sich in ihre Räume zurückziehen und haben ihre Privatsphäre, sie können aber auch die Gemeinschaft suchen und gelangen trockenen Fußes in die Bäder und Toiletten.

Anders als ursprünglich geplant wird es keinen Caterer geben: Die Geflüchteten sollen sich selbst versorgen. In einer Zelthalle werden dafür noch 25 kleine Einbauküchen aufgestellt, in einer zweiten Zelthalle Waschmaschinen und Trockner. „Die Innenstadt und Supermärkte sind fußläufig zu erreichen“, sagt Schmidt. So könne sich jeder individuell seine Mahlzeiten zubereiten.

Was noch fehlt, ist die Möblierung: Betten, Schränke, Stühle und Tische müssen noch geliefert und aufgebaut werden. „Ziel ist es, dass die Container Ende Januar bezugsfertig sind“, erklärt Schmidt.

In einem Container werden Vertreter der Ämter von Stadt und Landkreis Sprechstunden anbieten. Um die Betreuung der Geflüchteten vor Ort kümmert sich das Deutsche Rote Kreuz, rund um die Uhr sorgt ein Wachdienst für Sicherheit.

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