Mittlerweile reist die 32-jährige auch nach Südamerika

Aus Heimat-Liebe: Korbacherin fotografiert Kellerwald und Edersee

Das Beste aus zwei Welten: Esther Knipschild fotografiert auf ihren Reisen aber auch in ihrer Heimat. Mit ihrem Projekt „Bilder für Bildung“ hilft sie Kindern in Südamerika. Fotos: Heinz

Herzhausen. Angefangen hat alles mit Postkarten, die Esther Knipschild im Waldecker Cafe Wildwuchs ausgestellt hat. Mittlerweile reist die 32-jährige Fotografin nach Südamerika.

Zusammen mit ihrem Kollegen Friedrich Costello reist Esther Knipschild regelmäßig nach Südamerika, um dort mit dem Projekt „Bilder für Bildung" Kinder zu unterstützen.

Derzeit sind Fotografien in einer Ausstellung ihrer Bilder im Nationalparkzentrum Kellerwald-Edersee zu sehen. Die Ausstellung dauert noch bis zum 12. April.

Die Liebe zur Heimat sieht man den Bildern der gebürtigen Korbacherin an: Kellerwald und Edersee sind auf den meisten Fotos zu sehen. Besonders eine Eiche hat es der Diplom-Pädagogin angetan. „Der Baum ist ein ganz besonderes Motiv und hat mich viel begleitet. Man kann auf den Bildern gut erkennen, dass sich die Umgebung und der See immer wieder verändern, der Baum selbst ist eine Konstante.“ Kurz nach dem Abitur zog Knipschild mit der analogen Kamera ihrer Mutter durch die Wälder um den Edersee und unternahm Streifzüge durch die Natur. „Der Kellerwald ist meine Heimat. Ich entdecke hier immer wieder Motive, die es festzuhalten lohnt.“

Mit Friedrich Costello, der Esther Knipschild genau wie Freunde „bestärkt und motiviert“ hat, wurde 2013 die gemeinsame Internetseite ins Leben gerufen, auf der die Motive der beiden Fotografen „einer größeren Öffentlichkeit“ präsentiert werden sollen. In Waldeck-Frankenberg haben sich Knipschild und Costello so bereits einen Namen machen können.

Aber nicht nur in Waldeck-Frankenberg ist Knipschild unterwegs, zusammen mit Costello bereist sie regelmäßig Länder in Südamerika, um dort nachhaltig zu helfen: 15 Prozent des jährlichen Verkaufserlöses der Bilder gehen an das gemeinsame Projekt „Bilder für Bildung“, mit dem sie Kinder in Südamerika unterstützen.

„Wir können unserem Hobby nachgehen und etwas bewegen, das ist eine schöne Sache.“ Ihre erste Reise führte Knipschild und Costello, der aus Argentinien stammt, nach Bolivien, wo sie unter anderem Stifte und Bücher an Kinder verteilten.

Bei diesen Reisen entstehen auch immer wieder Fotos, die die Lebenssituation der Menschen in Südamerika verdeutlichen. „Wir treffen immer wieder tolle Menschen auf diesen Reisen. Geplant ist daher, dass wir Portraitfotos von den Einheimischen machen.“

Gerade hat Knipschild vor allem die kleinen Dinge im Visier: Bei ihren Streifzügen durch die Natur macht die gebürtige Korbacherin im Wald Nahaufnahmen von Moosen, Flechten und ähnlich kleinen Organismen.

So sehr Knipschild den Landkreis liebt, sie will auch weiterhin reisen. Neben weiteren Reisen nach Südamerika ist unter anderem ein Flug nach Neuseeland geplant.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.