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Mehmet Kahya kümmert sich um Jugendliche in Korbach

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Von: Philipp Daum

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Er ist der erste Streetworker in Korbach: Mehmet Kahya wurde von Ordnungsamtsleiter Carsten Vahland, Ute Jennemann (Leiterin des Sozial- und Kulturamts) und Bürgermeister Klaus Friedrich offiziell vorgestellt (von links).
Er ist der erste Streetworker in Korbach: Mehmet Kahya wurde von Ordnungsamtsleiter Carsten Vahland, Ute Jennemann (Leiterin des Sozial- und Kulturamts) und Bürgermeister Klaus Friedrich offiziell vorgestellt (von links). © Philipp Daum

Mehmet Kahya hat ein klares Ziel vor Augen: Er will jungen Menschen in Korbach Hilfen bei der Alltagsbewältigung bieten. Seit 1. Februar ist der 35-Jährige auch schon fleißig dabei – bei einem Pressetermin wurde der Streetworker nun offiziell vorgestellt.

„Es geht bei meinem Job vor allem um intensive Beziehungs- und Netzwerkarbeit. Deshalb bin ich regelmäßig in Korbach unterwegs und gehe dabei auf die Jugendlichen zu. Im Kern geht es bei meiner Arbeit darum, den jungen Menschen ein Alternativprogramm zu ihrem Alltag aufzuzeigen“, sagt Mehmet Kahya und nennt zwei konkrete Beispiele. „Vor einiger Zeit hatte sich der TSV Korbach bei mir gemeldet und berichtet, dass sich Jugendliche immer häufiger unerlaubt Zutritt zum Hauer-Sportplatz verschaffen und dort Fußball spielen würden. Ich habe daraufhin ein Fußball-Angebot auf dem Kunstrasenplatz auf der Hauer installiert. Mittwochs zwischen 15 und 17 Uhr kommen nun immer 20 bis 25 Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren zum offiziellen Kicken“, sagt der 35-Jährige.

Mehmet Kahya hat vor einigen Wochen auch junge Menschen getroffen, die auf der Basketball-Anlage in der Allee spielten. Daraus sei ein gemeinsamer, 14-tägiger Treff am Sonntag geworden. „Wir sind an einem dieser Tage auch mal alle zusammen durch die Stadt gegangen und haben weitere Jugendliche – die ansonsten irgendwo abgehangen und dabei auch das eine oder andere Bier getrunken hätten – dazu animiert, mit uns Basketball zu spielen. Das hat geklappt“, berichtet der Streetworker.

Weitere „Alternativangebote“ für junge Menschen, die ansonsten nicht wüssten, wie sie ihren Alltag sinnvoll gestalten könnten, seien geplant. „Dabei ist mir wichtig, zu erkennen, welche Fähigkeiten und Stärken die Jugendlichen haben. Wir wollen dann Projekte und Angebote gemeinsam entwickeln“, sagt Mehmet Kahya.

Bürgermeister Klaus Friedrich spricht in diesem Zusammenhang von „Gesprächen auf Augenhöhe“, die der 35-Jährige mit den jungen Menschen führe. „Alle Kinder und Jugendlichen im öffentlichen Raum bis hin zum Erwachsenenalter sollen durch den in Korbach erstmalig umgesetzten Streetworker-Ansatz angesprochen werden“, so Friedrich. Insbesondere zu jungen Menschen, die durch andere Institutionen und Angebote nicht mehr erreicht würden, fänden Streetworker oftmals einen Zugang.

Der Verwaltungschef verweist zwar auch auf das Ordnungs- sowie das Sozial- und Kulturamt, die einen ganz wichtigen Beitrag zur Präventions- und Sicherheitsarbeit in der Stadt leisteten. In der Zusammenarbeit mit dem Streetworker würden die beiden Ämter aber im Hintergrund agieren. Ordnungsamtsleiter Carsten Vahland drückt es so aus: „Wenn die Jugendarbeit des Streetworkers erfolgreich ist, brauchen wir nicht mehr aktiv werden.“

Ute Jennemann vom Sozial- und Kulturamt sagt: „Wir wollen ein verlässlicher Ansprechpartner sein und bei der Entwicklung von Angeboten hilfreich zur Seite stehen.“

Zur Person

Mehmet Kahya (35) ist staatlich anerkannter Sozialpädagoge und lebt in Waldeck. Bevor er Streetworker in Korbach wurde, arbeitete er mehrere Jahre in einer interkulturellen Wohngruppe des St. Elisabeth-Vereins Bad Wildungen und in einer Intensivwohngruppe der Vitos Jugendhilfe Fritzlar. Der 35-Jährige ist in seinem neuen Job zwar häufig unterwegs – ein Büro hat er aber natürlich trotzdem. Dieses befindet sich im Korbacher Jugendhaus. Erreichbar ist Mehmet Kahya unter Telefon: 05631/539-53 oder 0173/7821167 sowie per Mail unter: mehmet.kahya@jugendhaus-korbach.de

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