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Korbach: Fass mit Chemikalie im Elfringhäuser Weg ausgelaufen

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Von: Thomas Kobbe

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Der Gefahrgutzug der Korbacher Feuerwehr im Einsatz: An der kompletten rechten Seitenwand des Sattelaufliegers lief eine weiße Flüssigkeit aus einem beschädigten Fass auf die Straße.
Der Gefahrgutzug der Korbacher Feuerwehr im Einsatz: An der kompletten rechten Seitenwand des Sattelaufliegers lief eine weiße Flüssigkeit aus einem beschädigten Fass auf die Straße. © Harald Casper/Feuerwehr Korbach

Einsatz für den Gefahrgut-Zug der Korbacher Feuerwehr am Mittwochmorgen: Der Fahrer eines Lastzuges einer auswärtigen Spedition hatte auf der Fahrt im Elfringhäuser Weges im Industriegebiet ein Problem auf seiner Ladefläche bemerkt.

Korbach – An der kompletten rechten Seitenwand des Sattelaufliegers lief eine weiße Flüssigkeit auf die Straße. Da diese bereits in die Kanalisation eindrang, wurde sofort der Notruf abgesetzt, berichtet Stadtbrandinspektor Carsten Vahland.

Gegen 9.15 Uhr wurde der Gefahrgutzug der Kernstadtwehr alarmiert, wenige Minuten später waren die ersten Kräfte vor Ort. Der Lkw war nicht als Gefahrguttransport gekennzeichnet. Dennoch erfolgte die weitere Erkundung unter besonderer Vorsicht.

Die Ladepapiere des Fahrers wurden überprüft, parallel bestiegen Einsatzkräfte unter Atemschutz den Sattelauflieger, um nähere Erkenntnisse über den austretenden Stoff zu erlangen. Die Kanaleinläufe in der Nähe wurden abgedichtet.

Nachdem der Stoff als Trennmittel für den industriellen Einsatz identifiziert worden war, wurden die weiteren Schritte mit dem Hersteller sowie einem Vertreter der Unteren Wasserbehörde abgestimmt. Der Sattelauflieger wurde komplett entladen und gereinigt.

Ursache war laut Stadtbrandinspektor ein aufgrund mangelnder Ladungssicherung beschädigtes Fass in der Mitte der Ladefläche. Die ausgetretene Chemikalie wurde mit Bindemittel aufgefangen. Ein größerer Umweltschaden konnte durch den raschen und konsequenten Einsatz der Feuerwehr vermieden werden, bilanziert Vahland den Einsatz, der etwa vier Stunden andauerte. Die Zusammenarbeit mit dem Hersteller, der Spedition sowie mit den Empfängerfirmen vor Ort sei reibungslos verlaufen. Insgesamt waren 35 ehrenamtliche Einsatzkräfte vor Ort. Der Elfringhäuser Weg war für die Dauer des Einsatzes voll gesperrt.  red/tk

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