76 Einträge in Waldeck-Frankenberg

Ferienzimmer: Hoteliers im Kreis befürchten neue Konkurrenz aus dem Internet

Waldeck-Frankenberg. Einige Hoteliers sorgen sich vor Konkurrenz durch „AirBnB". Der Internetdienst bietet die Vermittlung privater Gästezimmer an. Unter dem Suchbegriff „Waldeck-Frankenberg" gibt es dort 76 Einträge.

„Wir sehen darin eine starke Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der Hotellerie“, sagte Anna Homm, Geschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Nord- und Osthessen. Zudem sei bei „AirBnB“ von Verbraucherschutz keine Spur. Hoteliers müssten Auflagen erfüllen, vom Brandschutz bis zur Trinkwasserversorgung. Das müssen private Anbieter nicht, so Homm weiter.

„AirBnB ist in gewissem Sinne schon eine Konkurrenz“, sagt auch Christian Gerlach vom Flair-Hotel-Werbetal in Waldeck. Durch „AirBnB“ kämen nicht mehr Gäste in die Region. „Wir haben einen Markt an Übernachtungen und sie nehmen sich dann ihre Stücke vom Kuchen“, so Gerlach.

Zudem seien private Anbieter von den Auflagen befreit. „Wir erfüllen Auflagen zum Brandschutz, sogar die Raumhöhe ist vorgeschrieben. Und bei den privaten Anbietern schaut der Gesetzgeber weg“, sagte Gerlach. In der Ederseeregion habe er „AirBnB“ aber bisher noch nicht wahrgenommen, so Gerlach weiter.

„Daraus könnte sich noch Konkurrenz entwickeln“, sagte auch Axel Sassor, Inhaber des Hotels Sassor in Battenberg. Momentan sei es aber noch nicht so. „Es ist ein privates Geschäft der Leute. Sollten diese sich aber nicht an die Auflagen halten müssen, wäre das ein harter Schlag gegen die Hotellerie“, sagte Sassor.

Gerlinde Scriba, Vorsitzende der Dehoga Korbach-Willingen, sieht die Situation entspannt. „Ich glaube nicht, dass das auf dem Land Einzug finden wird“, sagte sie. Das sei eher eine Sache für Großstädte.

Von Frank Brauner

Rubriklistenbild: © dpa

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