1. Startseite
  2. Lokales
  3. Frankenberg / Waldeck
  4. Korbach

Festzug der Meineringhäuser Kirmes lässt Zuschauer schmunzeln und jubeln

Erstellt:

Kommentare

Jubelschreie und Freudensprünge gaben die Kirmesburschen und -mädels von sich und rissen dabei viele mit, etwa Ortsvorsteher Friedhelm Schmidt.
Jubelschreie und Freudensprünge gaben die Kirmesburschen und -mädels von sich und rissen dabei viele mit, etwa Ortsvorsteher Friedhelm Schmidt. © Wilhelm Figge

Hängebrücken, Brauereien und Männerhorte: Was es in Meineringhausen nicht alles gibt, wenn Kirmes ist.

Korbach-Meineringhausen – Das freudige Johlen der jungen Frauen und Männer schallt durch ganz Meineringhausen, hüpfend bewegen sie sich zwischen den vielen Zuschauern am Straßenrand, den Motivwagen und kostümierten Gruppen umher: Meineringhausen feiert wieder Kirmes. Mit dem Festzug boten die Kirmesburschen und -mädels und befreundete Vereine dabei echte Hingucker.

So gab der Bürgerverein Meineringhausen schon mal einen Vorgeschmack auf die Radstrecke „Green Trails“ und begleitete den Zug per Fahrrad – inklusive gelegentlichem Klingelkonzert. Die Alt-Kirmesburschen gingen bei der Tourismus-Förderung noch einen Schritt weiter und verlegten mit ihrem Wagen die Hängebrücke „Skywalk“ von Willingen nach Meineringhausen – mit der Konstruktion zwischen Melm und Koppelberg könne Willingen einpacken. Der Jubiläumschor erinnerte an die Bestattung der Queen und trug sich selbst zu Grabe – „very britisch“ kostümiert, versteht sich.

Das Weltgeschehen griff auch die Gymnastikgruppe der „Hüppedamen“ auf, die sich um die Teilnahme an der WM in Katar bewarb, dicht gefolgt vom Stammtisch DD, der als Flaschen der Marke Walmebräu die passende Erfrischung bot. Dass sich auch mit Milch anstoßen lässt, bewiesen die passiven „KiBuMä“, die in ihren Rinder-Kostümen Blicke auf sich zogen: „So viele Kühe auf der Welt und ausgerechnet wir haben die schönsten.“ Die Motorsportfreunde hingegen warben in Hugh-Heffner-Manier für einen Männerhort.

Löschzwerge und Jugendfeuerwehr präsentierten sich und machten klar, wie wichtig ihre Arbeit ist: Unter einem Feueralarm-Knopf stand „Stell dir vor du drückst und alle drücken sich.“ Auch aus Nachbarorten kamen Beiträge: Die Enser Brandhölzer machten schon auf das Weinfest 2023 aufmerksam. Kirmesburschen und -mädels aus Strothe feierten eifrig mit und zogen dank leistungsstarker Nebelmaschine dichte Schwaden hinter sich her. Das alles taktvoll vorwärts ging, stellten der Spielmanns- und Musikzug Adorf und der Musikverein Ober-Waroldern sicher.

Zum Abschluss der Runde durch das Dorf unterbrachen die „KiBuMä“ ihre freudigen Tänze kurz, damit Vorsitzender Philipp Schäfer traditionsgemäß die Kirmes-Bretzel an Ortsvorsteher Friedhelm Schmidt übergeben konnte. „Wir sind überwältigt – Wahnsinn, was ihr auf die Beine gestellt habt“, dankte Schäfer den Mitwirkenden. Auch das Wetter hatte mitgespielt: „Wir sind einfach vom Glück gesegnet.“ Auch Friedhelm Schmidt freute sich, das wieder wie 2019 gefeiert werden kann. Gemeinsam ging es eben dazu in die Walmehalle.

Dort wurde schon am Vorabend getanzt: Der Auftritt der Band Snow entfiel coronabedingt, doch die Musiker von Lipstick sprangen ein und rockten die Halle, berichtet Schäfer. Zudem legte DJ Benzzon auf.

Montag folgt das Wecken, gefolgt von Freibier ab 11 Uhr. Am Abend steht ein letzter Höhepunkt auf dem Programm: Um 20 Uhr beginnt der Showabend der Kirmesburschen und -mädels. (wf)

Auch interessant

Kommentare