Kumpel-Derby im Wesetal – Seriensiegertreffen in Volkmarsen – Ärgert FSG auch „Hö/Mei“?

Fußball-Kreisoberliga: Platz sechs im Zentrum des Interesses

Drei Trainer
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Drei Trainer, drei Gefühlswelten: Mathias Siebert (links) hat mit der SG Edertal ein 1:12 wiedergutzumachen. Björn Emde Mitte) hat bei Eppe/Nieder-Schleidern aufgrund einer Roten Karte erst einmal die Zuschauerrolle. Aber seine Sorgen werden weniger: Marvin Brussmann (FSG Buchenberg, rechts) kann wieder mehr lächeln.

Korbach – Noch fünfmal, dann ist die Hinrunde geschafft: Das Gerangel um Positionen und möglichst viele Punkte, die übernommen werden, geht am Wochenende weiter in der Kreisoberliga, die diesmal knüllerlos daher kommt.

Ein Topspiel sucht man vergebens, meist heißt es: Top-6-Kandidat gegen Mannschaft aus der unteren Tabellenhälfte. Schaut man auf die Formkurve, verspricht das Aufeinandertreffen zwischen dem VfR Volkmarsen und Eintracht Edertal am meisten. Die FSG Buchenberg/Ederbringhausen versucht, auch den Spitzenreiter SG Höringhausen/Meineringhausen zu ärgern. Die Partie findet bereits Samstag statt.

Höring-/Meineringhausen – Buchenberg/Ederbringhausen. Auch wenn nicht alle Punkte später in der Abstiegsrunde zählen: Fürs Selbstvertrauen der FSG sind sie allemal gut. Die Brussmann-Elf hat von den letzten fünf Partien nur eine verloren, und spätestens nach dem 1:1 gegen den TSV Korbach ist auch der Pokalsieger gewarnt. „Eine Mannschaft, bei der verletzungstechnisch viel Potenzial liegen geblieben ist“, sieht Hö/Mei-Coach Martin Wagner in den Gästen. In diesem Punkte hätte sich die FSG erholt, stellt er zurecht fest.

Der Tabellenführer, der am Mittwoch im Kreispokal Verbandsligist Willingen herausforderte, muss einen Einstellungswechsel hinbekommen, das weiß auch Wagner: „Die große Aufgabe für uns nach so einem Topspiel ist es, die Konstanz bei der Leistung auf den Platz zu bringen.“

Berndorf – Bad Arolsen. Nur eines der letzten acht Spiele gewann der TSV. Nicht nur deshalb ist den Arolsern ein Dreier eher zuzutrauen. Gleichwohl sind die Berndorfer Verantwortlichen nicht unzufrieden. Leidenschaft und Wille gefielen Trainer Rüdiger Amstutz.

Der ist ab 1. November nicht mehr allein – Jürgen Ihlefeld kehrt dann auf der Trainerbank zurück. Hingegen werden die Zuschauer, die das junge TSV-Team gut unterstützen, Felix Amstutz aufgrund seiner Verletzung in diesem Jahr nicht mehr sehen. Mathias Westmeier wird wegen seiner schweren Verletzung seine Laufbahn ganz beenden.

TSV/FC Korbach – Usseln. Bei den Korbachern ist klar, was Trainer Uwe Tenbusch in der Kabine sagen wird: Wollen wir die Hinrunde als Erster beenden, dürfen Patzer wie gegen Buchenberg/Ederbringhausen nicht mehr vorkommen.

Nichts zu verlieren hat der TuS, bei dem sich nach dem wichtigen Heimsieg gegen die SG Eppe die Frage stellt: Kräfte sparen oder dem TSV/FC kräftig auf den Zahn fühlen? Die Partie findet in Nieder-Ense statt.

Wesetal – Bad Wildungen/Friedrichstein II. Nach dem Derby ist vor dem Derby heißt es bei den Wesetalern. Deren Trainer Daniel Döring und Christian Schwalm freuen sich aufs Treffen mit ihrem früheren Teamkollegen Carsten Laun auf Wildunger Seite. „Es wird verdammt schwer, zumal sich die Teams gut kennen“, sagt Schwalm. „Aber wir können Platz sechs aus eigener Kraft schaffen, das wollen wir auch zeigen.“

SG Edertal – Willingen II. 1:12 in Adorf – zu Unrecht fühlen sich die Edertaler verdächtigt, das Spiel abgeschenkt zu haben. „Ich hatte mir sogar einen Punkt ausgerechnet, zumal wir in Bestbesetzung waren und zweimal nicht verloren hatten“, erklärt SG-Coach Mathias Siebert. „Aber leider hat aber von der ersten Sekunde an gar nichts geklappt.“ Siebert selbst musste früh verletzt vom Feld und weiß noch nicht, ob es bis Sonntag wieder geht. Was er weiß: „Gegen Willingen ll ist abermals Wiedergutmachung angesagt. Zu Hause lief es zuletzt ganz ordentlich. Punkten wir, bleiben wir dran am rettenden Ufer.“

Das andere Ufer, nämlich Platz sechs, könnten die Upländer noch erreichen – wenn sie bei Gegnern wie Edertal nicht stolpern.

Adorf/Vasbeck – Blau-Gelb Korbach. Das Polster der Diemelseer ist nicht so groß, als dass sie sich einen Patzer leisten könnten. Aber wie viel Gegenwehr werden die Blau-Gelben leisten? Der Vorletzte wird sich keine zweistellige Pleite leisten wollen wie zuletzt die Konkurrenz.

SG-Trainer Kristian Willecke will auch diese Partie nutzen, um Details zu verbessern. „Wir können noch vieles besser machen“, sagt er. Ein Anspruch: Den Gegner dominant zu bespielen, ihm das eigene Spiel aufzudrücken. Auf dem Papier spricht alles dafür, dass der SG das gelingt. Zumal jetzt auch Kai Klöser zurückkommt.

Volkmarsen – Eintracht Edertal. Der VfR hat nur eines der letzten elf Spiele verloren, die Eintracht zuletzt gegen Wesetal erstmals nach sechs Siegen in Folgre wieder. Insofern treffen zwei Teams in Topform aufeinander, wobei sich die Volkmarser längst nicht als Favorit sehen. „Gegen Eintracht Edertal haben wir uns immer sehr schwer getan, auch zu Gruppenligazeiten“, sagt Trainer Matthias Wiegand, der vermutet, dass der Gegner noch auf Platz sechs schielt. Sein team wolle den nächsten wichtigen Schritt in Richtung „Top sechs sichern“ machen, so Wiegand, dem Michael Jacobi, Torben Turowsky und Steffen Schröder (alle Urlaub) fehlen.

Beide haben sie eine Partie hinter sich, die schwer zu verdauen ist. 13 Gegentore kassierte der TuSpo Mengeringhausen II in Sachsenhausen. Nur 0:2 verlor die SG Eppe/Nieder-Schleidern in Usseln. Aber das wirkte genauso nach. Das Team von Björn Emde ist heute und am Sonntag gefordert

„Wenn du so verlierst, ist das echt bitter“, sagt Björn Emde, rückblickend auf das 0:2, das ein Elfmeter einleite, den der Schiedsrichter zweimal wiederholen ließ. Umstritten. Selbst Usselner Spieler und Zuschauer hätten gesagt, dass sie so eigentlich nicht gewinnen wollten, sagt Emde, der nun erst mal nicht coachen darf. Er handelte sich ebenso wie der bereits ausgewechselte Lars Dohle für eine Bemerkung „Rot“ ein.

Die Sperre gegen Dohle wiegt schwer, denn die SG schleppt ohnehin etliche angeschlagene Akteure durch. Und dann auch noch die Doppelaufgabe am heutigen Freitag im Derby bei der SG Lelbach/Rhena und Sonntag zu Hause gegen die um die Top sechs kämpfende SV Freienhagen/Sachsenhausen. „Vielleicht gibt es eine Trotzreaktion“, hofft Emde.

Auf Lelbach/Rhena trifft auch Mengeringhausen II. „Wir lecken nach wie vor die Wunden des Debakels von Sachsenhausen“, sagt Betreuer Thomas Mertens. Vier neue Verletzte tun das Übrige. „Der Gegner steht voll im Saft und wird das Freitag-Spiel daher gut kompensieren können“, so Mertens. „Unser Ziel ist ein achtbares Ergebnis.“

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