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Gleich gegen den Meister: Korbacher Golden Goalers starten in Warnemünde das Abenteuer Bundesliga

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Sonne, Sand und Meer: Die Golden Goalers aus Korbach geben am Wochenende am Ostseestrand in Warnemünde ihr Debüt in der Beachsoccer-Bundesliga.
Sonne, Sand und Meer: Die Golden Goalers aus Korbach geben am Wochenende am Ostseestrand in Warnemünde ihr Debüt in der Beachsoccer-Bundesliga. © BSC Beach Boyz

Es wird ernst für die Korbacher Golden Goalers. Die Beachsoccer-Mannschaft startet am Wochenende in ihr Abenteuer Bundesliga mit zehn Teams.

Korbach - Und es kann wohl kaum einen schöneren Ort für ein Debüt geben: Sonne, Strand, Ostsee, Warnemünde. Dort findet der erste von vier Sammelspieltagen statt, es folgen Korbach (18./19. Juni), München und Düsseldorf.

Ob für den Neuling aus Nordhessen im hohen Norden auch aus sportlicher Sicht die Sonne scheinen wird ist eher unwahrscheinlich. Denn er trifft in den drei Spielen unter anderem auf die Beach Royals Düsseldorf und Bavaria Beach Bazis. Das würde im Rasenfußball bedeuten, der Neuling muss gleich gegen Bayern München und Leverkusen ran. Düsseldorf ist der amtierende deutsche Beachsoccer-Meister, und die Bazis belegten in der vergangenen Saison Rang drei.

Der dritte Gegner ist der 1. FC Versandkostenfrei (ein Wortspiel zum FC Porto), der in Warnemünde ein Heimspiel hat. Dennoch sei dies vermutlich der einzige Gegner, bei dem die Golden Goalers sehen könnten, wo sie sich leistungsmäßig in der Bundesliga einordnen können.

Die Mannschaft von Spielertrainer Benjamin Trotte hat in den vergangenen Wochen nach Verstärkung Ausschau gehalten. „Sechs neue Spieler haben bei uns mittrainiert, davon sind zwei geblieben, zwei andere wollen erst nach der Rasensaison einsteigen“, sagt Trotte. Dennoch geht die Spielersuche weiter.

Auch die Beachsoccer-Bundesliga ist nichts für Arme

Die Mannschaft trainiert seit Ende Januar und der Coach legte neben Basics des Beachsoccers sein Augenmerk auf die taktische Ausrichtung und Standards, die beim Beachsoccer alle direkt gespielt werden. Ist das Team gegen diese starken Gegner bereits gut gerüstet oder für diese Könner doch nur Kanonenfutter? „Ich vermute, die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen“, sagt der Trainer, der die ein oder andere heftige Niederlage miteinkalkuliert.

Auch die Beachsoccer-Bundesliga ist nichts für Arme. Die Beach-Soccer-Spieler sind als Abteilung zwar beim TSV Korbach untergekommen, aber die Kicker müssen die meisten Kosten schon aus der eigenen Kasse zahlen.

„Der TSV hilft uns schon sehr, wir werden für die Reisen nach München und Düsseldorf auch einen Vereinsbus bekommen, aber nach Warnemünde reisen wir mit unsern Privatautos“, sagt Trotte. Auch das Hotel und die Verpflegung zahle jeder Spieler selbst.

„Der ein oder andere Sponsor mehr wäre für uns sehr hilfreich“, betont der Coach. Zumindest ein Ausrüster hat mit dem Bundesliga-Neuling einen Vertrag geschlossen. Aber zunächst gilt für die Goalers die Marschroute: Auch wenig Geld will Tore schießen. (rsm)

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