Mehr Gewerbesteuer in 2021

Haushaltslage Korbach: Finanzen trotz Corona besser als erwartet

Gute Stimmung im Korbacher Rathaus: Höhere Gewerbesteuereinnahmen und geringere Ausgaben in diesem Jahr sorgen voraussichtlich für ein Plus im Jahresergebnis, das höher als erwartet ist.
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Gute Stimmung im Korbacher Rathaus: Höhere Gewerbesteuereinnahmen und geringere Ausgaben in diesem Jahr sorgen voraussichtlich für ein Plus im Jahresergebnis, das höher als erwartet ist.

Die aktuelle Haushaltslage der Stadt Korbach ist besser als erwartet: Es gibt höhere Gewerbesteuereinnahmen und geringere Ausgaben. Kämmerer Andreas Sinsch rechnet sogar damit, dass das erwartete Plus von 1,8 Millionen Euro im ordentlichen Jahresergebnis noch übertroffen wird.

Korbach – Die Corona-Krise hat ein kleineres Loch in den Haushalt der Stadt gerissen als befürchtet. „Insbesondere die Gewerbesteuer hat sich erfreulicherweise besser entwickelt“, erklärte der Kämmerer im Haupt- und Finanzausschuss. Die Wirtschaft in der Stadt hat nach den Lockdowns wieder schnell Fahrt aufgenommen und steht aktuell gut da.

Statt prognostizierter 13,6 Millionen Euro liegen die Erträge bei der Gewerbesteuer Stand 30. September bereits bei 15,4 Millionen Euro. Die Erträge aus Einkommensteuer und Umsatzsteuer entwickeln sich in diesem Jahr wie vorhergesagt. Sinsch: „Die Stadt Korbach wird bei den Einkommen- und Umsatzsteuererträgen 2021 den Haushaltsansatz erreichen.“

Nur in wenigen Bereichen sind die Einnahmen geringer als geplant. Bei den Verwarnungsgeldern für Geschwindigkeitsübertretungen hat die Stadt bislang knapp 317 000 Euro eingenommen, der Haushaltsansatz liegt hier bei 775 000 Euro. Auch die Parkgebühren liegen deutlich unter (Plan: Statt 490 000 Euro sind bisher 237 490 Euro geflossen. Bei der Spielapparatesteuer sind statt der geplanten 430 000 Euro zum Stichtag 30. September sogar nur 98 886 Euro. Grund: Während der Pandemie waren die Spielhallen rund acht Monate geschlossen.

Auf der anderen Seite hat die Stadt bei den ordentlichen Aufwendungen durchgehend Einsparungen verzeichnet. Grund sind vor allem ausgefallene Veranstaltungen wie das Altstadt-Kulturfest und infolge der Corona-Einschränkungen geschlossene städtische Einrichtungen. Im Budget für Veranstaltungen waren in diesem Jahr 419 600 Euro eingestellt, ausgegeben hat die Stadt nur 74 884 Euro.

Außer im Budget für den Winterdienst gibt es derzeit im Ergebnishaushalt keine Überschreitungen. Eingeplant waren dort 107 500 Euro, ausgegeben sind bislang 188 292 Euro.

Kämmerer Andreas Sinsch zieht folgendes Fazit: „Die Entwicklung des Ergebnishaushalts verläuft trotz der Corona-Pandemie positiv, für das Jahresergebnis wird aufgrund der Gewerbesteuererträge und Minderaufwendungen gar eine Verbesserung im Vergleich zum geplanten ordentlichen Ergebnis erwartet.“

Positiv auch: Trotz vieler Investitionen ist laut Sinsch keine Nettoneuverschuldung im Haushaltsjahr 2021 notwendig. Allerdings birgt die aktuell gute Steuerertragslage auch einen Wermutstropfen: Sie wird zu geringeren Schlüsselzuweisungen an die Kommune im Haushalt 2022 führen. Im Vergleich zu diesem Jahr fließen voraussichtlich 1,3 Millionen Euro weniger ins Korbacher Stadtsäckel.

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