Ausbildungs- und Karrierechancen wurden vorgestellt

Hessentag in Korbach: Schülergruppen informierten sich bei der Bundeswehr

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In fast voller Montur: Schüler der Kaulbach-Schule probieren zig Kilo schwere Ausrüstungsstücke am Stand der Bundeswehr beim Hessentag in Korbach.

Das größte Areal beim Hessentag nimmt die Bundeswehr gegenüber dem Finanzamt Korbach ein – dort wo auch Steuern für Militärausgaben eingezogen werden.

Rund 220 Soldaten von Heer, Luftwaffe und Marine zeigen anhand von Ausrüstung, Militärfahrzeugen und Vorführmodellen des Hubschraubers Tiger oder des Kampfjets Tornado, wie die Bundeswehr für ihren Auftrag gerüstet ist.

Informiert wird auch über Ausbildungs- und Karrierechancen. Mit 165 000 Männern und Frauen im militärischen und im zivilen Bereich ist die Bundeswehr der größte deutsche Arbeitgeber, und sie bietet Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten an.

„Das ist kein Beruf wie jeder andere“, sagt Oberstabsfeldwebel Marcus Rittscher, Leiter des Info Trucks des Karrierecenters der Bundeswehr in Mainz zur militärischen Seite. Den Kern der Aufgaben bildeten Auslandseinsätze, da würden Schusswaffen eingesetzt, gebe es Tote und Verwundete.

Im Ausstellungszelt der Bundeswehr wird auch an die im Afghanistankrieg durch einen Anschlag ums Leben gekommenen Soldaten des Eloka-Bataillons Frankenberg erinnert.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hatte die Schulleitungen aufgefordert, keine Schulklassen zum Platz der Streitkräfte schicken (wir berichteten). Kultusministers Alexander Lorz befürwortet solche Informationsbesuche, die Bundeswehr stehe für den Erhalt der Freiheitlich-Demokratischen Grundordnung.

1800 Schulen wurden 2017 vom Karrierecenter eingeladen. Die Abstimmung findet mit den Füßen statt, und so bevölkern vor dem Abschluss stehende hessische Schüler vier Tage den Platz der Streitkräfte, auf dem übrigens keine Waffen gezeigt werden.

In der Kaulbach-Schule Bad Arolsen haben die Klassenlehrer der Abschlussschüler das Angebot der Bundeswehr positiv bewertet und nach Rücksprache mit den Eltern den Ausflug zur Bundeswehrausstellung geplant. Der GEW, sagt Schulleiterin Rosel Reiff, stehe es nicht zu, den Schulen einen Aufruf gegen den Besuch der Bundeswehr zu schicken. Aufmerksam verfolgten die Schüler die Erklärungen der Soldaten und Soldatinnen. Ein Schüler wird sich wohl verpflichten, war zu hören. Eine Schülerin hatte das auch vor, wird aber zur Polizei gehen.

Der pensionierte Lehrer Otto Paul berichtete bei dem Besuch, er habe die Karriere von drei Schülerinnen verfolgt, die zunächst als Zeitsoldatinnen eine solide Ausbildung zur Krankenschwester durchliefen und dann bei Privatkliniken gute Arbeitsstellen bekamen.

Von Armin Hass

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