Hospiz in Korbach? Anonymer Spender will mehrere Hunderttausend Euro geben

Waldeck-Frankenberg. Überraschender Vorschlag für ein Hospiz-Haus im Kreis: Ein Korbacher bietet an, für einen Neubau in der Hansestadt mehrere Hunderttausend Euro zu spenden.

Mit einem ungewöhnlichen Angebot bringt sich ein Korbacher in die seit Monaten anhaltende Diskussion um ein Hospiz-Gebäude in Waldeck-Frankenberg ein. Der Mann, der zunächst anonym bleiben will, bietet Landrat Dr. Reinhard Kubat und allen anderen politisch Verantwortlichen im Landkreis an, die Kosten für den Neubau eines Hospiz--Gebäudes in Form einer Stiftung zu übernehmen. Dabei ist ihm bewusst, dass es sich bei der Spende um einen Betrag von von mehreren Hunderttausend Euro handeln würde.

Der Korbacher, der sich mit diesem Ansinnen an unsere Zeitung gewandt hat, will das kreisweite Haus für eine menschenwürdige Sterbebegleitung in der Hanse- und Kreisstadt errichten lassen. Gesucht werde noch ein passendes Grundstück. Der Standort Korbach sei für ihn die Bedingung für ein finanzielles Engagement. „Ich möchte, dass das Hospiz in Korbach gebaut wird“, sagte er im Gespräch mit der HNA.

Der potentielle Großspender denkt nach ersten Überlegungen mit einem Architekten an einen Neubau mit sechs bis acht Zimmern zur Begleitung der Sterbenden sowie mit weiteren Räumen für die Verwaltung und gegebenenfalls Mediziner. Nach der Errichtung soll das Hospiz-Haus in die Trägerschaft einer sozialen Einrichtung oder mehrerer sozialer Einrichtungen übergeben werden. Bisher habe er über seine Pläne weder mit Landrat Kubat noch mit dem Korbacher Bürgermeister Klaus Friedrich oder anderen Funktionsträgern gesprochen. Gegenüber unserer Zeitung kündigte der Korbacher an, nach der Veröffentlichung seines Vorschlags auf eine Reaktion der Verantwortlichen im Landkreis warten zu wollen. Im Anschluss daran werde er sich zu erkennen geben und seine Pläne für Spende, Stiftung und Hospiz-Neubau im Detail vorstellen.

Von Andreas Hermann

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