Hospiz-Haus: Spender gibt sich zu erkennen, Landrat zeigt Interesse

Waldeck-Frankenberg. Nach Kommentaren zu seinem Angebot hat sich Herbert Kuhaupt als Spender für einen Hospiz-Neubau zu erkennen gegeben. Landrat Kubat kündigte Gespräche mit ihm an.

Lebhafte Diskussionen hat in Waldeck-Frankenberg das Angebot eines Korbachers ausgelöst, der Hunderttausende Euro für den Neubau eines Hospiz-Hauses spenden möchte. Nachdem CDU-Kreistagsfraktionschef Karl-Friedrich Frese bereits die anonyme Offerte begrüßt hat, nahm am Montag auch Landrat Dr. Reinhard Kubat Stellung. Er sei von der Ankündigung sehr überrascht gewesen, meinte Kubat. Es handele sich aber „auf jeden Fall um ein interessantes Angebot“. Er wolle nun mit dem potentiellen Spender in konstruktive Gespräche eintreten, kündigte der Landrat an.

Nach Veröffentlichung in unserer Zeitung wird das Angebot des Mannes, der die Kosten für ein kreisweites Hospiz--Gebäude in Korbach in Form einer Stiftung übernehmen will, rege kommentiert. Die Meinungsäußerungen reichen von „begrüßenswertes Vorhaben“ bis „Erpressung“.

Kein Unbekannter 

Die Kommentare haben Herbert Kuhaupt am Montag dazu bewogen, sich als potentieller Spender zu erkennen zu geben. Der 88-jährige gebürtige Korbacher ist kein Unbekannter. Erst kürzlich machte der ehemalige Architekt und Ruheständler mit einer 50.000-Euro-Spende für die Sanierung der Nikolaikirche von sich reden.

Auf Kritik aus dem Frankenberger Raum stößt die Bedingung des Spenders, der Hospiz-Neubau müsse am Standort Korbach errichtet werden. Dazu erklärte Herbert Kuhaupt: „Für mich gibt es nur zwei Motive für die beabsichtigte Stiftung: Den Menschen, die allein gelassen sind, den Weg zur letzten Station zu erleichtern. Und zu verlangen, dass das Hospiz in Korbach errichtet wird, wo meine Vorfahren mütterlicherseits bereits seit etwa 1700 segensreich gewirkt haben.“

Von Andreas Hermann und Matthias Müller 

Warum der Frankenberger Hospizverein das Angebot kritisiert, lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der HNA Waldeckische und Frankenberger Allgemeine

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Kommentar zur Spende für ein Hospiz-Haus in Korbach

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