Hospiz in Korbach: Spender zieht sein Angebot zurück

Waldeck-Frankenberg. Um einen möglichen zweiten Hospiz-Standort im Landkreis Waldeck-Frankenberg in Korbach gibt es Verwirrung.

Noch am Mittwoch hatte Landrat Dr. Reinhard Kubat erklärt, dass nach wie vor die Möglichkeit bestehe, mithilfe eines privaten Spenders neben dem nun konkret geplanten Hospiz in Frankenberg eines in der Kreisstadt einzurichten. Doch der potenzielle Spender erklärte am Donnerstag der HNA, er werde seine Offerte zurückziehen.

„Mein Angebot hat sich damit erledigt. Ich lasse das doch nicht über Jahre hinweg stehen.“ Mit diesen Worten reagierte Herbert Kuhaupt auf die Pläne des Landkreises, ein Hospiz in Frankenberg einzurichten. Der Korbacher, der mehrere hundertausend Euro für ein Hospiz in seiner Heimatstadt spenden wollte, hält dieses Ziel auf absehbare Zeit für nicht realisierbar. Der Hospiz-Standort Korbach sei mit der Entscheidung des Kreises für Frankenberg „vom Tisch gefegt“, sagte Kuhaupt auf Anfrage der HNA.

Nach seinem Angebot habe er einmal mit Landrat Dr. Reinhard Kubat telefoniert. Dieser habe ihm den Kontakt zu Verantwortlichen des Internationalen Bildungs- und Sozialwerks Iserlohn (BSW) - dem designierten Betreiber des Frankenberger Hospizes - vermittelt. Im Gespräch habe das Werk aber deutlich gemacht, dass es nicht an zwei Standorten in Waldeck-Frankenberg Hospize betreiben könne.

Andere Betreiber wiederum wollten mit dem BSW nicht in Konkurrenz treten so Kuhaupt. Bitterböse sei er aber wegen der Entwicklung nicht, betonte der Korbacher. „Wenn das Hospiz eingerichtet wird, haben wir erstmal erreicht, was wir wollten.“

Das Internationale Bildungs- und Sozialwerk wollte sich am Donnerstag nicht zu den aktuellen Entwicklungen äußern. (red)

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