Müttergenesungswerk

Im Lockdown am Limit: Diakonisches Werk informiert über Kuren für Eltern und Kinder

Das Diakonische Werk ist Anlaufstelle für Mütter- und Väterkuren in Waldeck-Frankenberg: (von links) Diakoniepfarrer Winfried Schiel, Sozialarbeiterin Lisa Späth und Dekanin Eva Brinke-Kriebel.
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Das Diakonische Werk ist Anlaufstelle für Mütter- und Väterkuren in Waldeck-Frankenberg: (von links) Diakoniepfarrer Winfried Schiel, Sozialarbeiterin Lisa Späth und Dekanin Eva Brinke-Kriebel.

Das Diakonische Werk Waldeck-Frankenberg beteiligt sich mit einer Online-Informationsveranstaltung über Mütter- und Väterkuren am 18. Oktober an der bundesweiten Aktionswoche „Gemeinsam über den Berg – Seelische Gesundheit in der Familie“.

Korbach – Die Corona-Pandemie hat Eltern ganz besonders gefordert: Geschlossene Schulen und Kindergärten, Kurzarbeit und soziale Isolation führen viele Familien an ihre Belastungsgrenzen. Sie rücken bei der bundesweiten Aktionswoche „Gemeinsam über den Berg – Seelische Gesundheit in der Familie“ vom 8. bis 18. Oktober ins Blickfeld.

„Familien und insbesondere Alleinerziehende haben in der Corona-Pandemie vieles auffangen und abdecken müssen, da kommt es zu Überforderungssituationen“, sagt Lisa Späth, Sozialarbeiterin beim Diakonischen Werk Waldeck-Frankenberg. Aber auch ohne Homeschooling und Homeoffice kann es Phasen im Familienleben geben, in denen Eltern an ihre Grenzen kommen. Hier können Mütter- oder Väter-Kind-Kuren eine Hilfe sein.

Stimmen die medizinischen Voraussetzungen und liegt ein detailliertes Attest des Hausarztes vor, haben Kassenpatienten grundsätzlich Anspruch auf eine dreiwöchige Mutter- oder Vater-Kind-Kur. Zudem gibt es auch spezielle Kuren nur für Mütter ohne Kinder und auch Angebote für pflegende Angehörige. Anlaufstelle in Waldeck-Frankenberg ist das Diakonische Werk, das gemeinsam mit der Caritas die offizielle Beratungsstelle des Müttergenesungswerk betreibt und Beratungsgespräche in Korbach, Frankenberg, Bad Wildungen und Bad Arolsen oder telefonisch anbietet. Gefördert wird das Angebot vom Land Hessen und Landkreis Waldeck-Frankenberg.

„Wir bereiten gemeinsam mit den Müttern und Vätern die Anträge vor, helfen dabei, die passenden Kliniken zu finden und unterstützen sie bei Widerspruchsverfahren, falls die Kur abgelehnt wurde“, erklärt Späth. Allein 2020 hat das Diakonische Werk laut Diakoniepfarrer Winfried Schiel rund 250 Beratungsgespräche durchgeführt und etwa 50 Kuren vermittelt. Immer wichtiger wird die Nachsorge: „Nach der Kur ist die Gefahr groß, in alte Muster zurückzufallen“, sagt Späth. Das Diakonische Werk bietet deshalb Nachsorgegespräche an und hilft den Eltern, das in der Kur gelernte in den Alltag zu integrieren. Das Angebot solle noch weiter ausgebaut werden, so die Sozialarbeiterin.

Rund um das Angebot der Müttergenesung geht es auch bei der Online-Informationsveranstaltung am 18. Oktober um 19.30 Uhr. Teilnehmer können auch selbst Fragen stellen. Anmeldungen sind bis zum 14. Oktober erforderlich, entweder telefonisch unter 0151/61319189 oder per E-Mail muettergenesung.dwwf@ekkw.de. Weitere Informationen zur Müttergenesung unter www.dwwf.de.

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