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Waldecker-Gruppenliga-Quartett geht auf Tour: In Gudensberg kann nur eine Serie halten

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Sah seine Mannschaft dreimal hintereinander verlieren: Robin Wissemann, verletzter Spielertrainer des TSV Altenlotheim, hofft auf die Wende am Samstag.
Sah seine Mannschaft dreimal hintereinander verlieren: Robin Wissemann, verletzter Spielertrainer des TSV Altenlotheim, hofft auf die Wende am Samstag. © bb

Wer am Wochenende einen der Waldecker Fußball-Gruppenligisten sehen will, muss weit fahren. Alle vier Mannschaften spielen auswärts, und das größte Tabellengefälle hat der TuSpo Mengeringhausen zu überwinden, der sich am heutigen Freitag bei der Baunataler Eintracht vorstellt.

Gudensberg – Goddelsheim/Münden (heute, 19 Uhr). In dieser wegen des Goddelsheimer Oktoberfests vorgezogenen Partie möchten beide Mannschaften eine Serie verteidigen. Die Lichtenfelser haben fünfmal hintereinander nicht verloren, die FSG viermal am Stück gewonnen. „Nach den Anfangsschwierigkeiten in der neuen Klasse scheint sich Gudensberg gefangen zu haben. Da kommt richtig Arbeit auf uns zu“, sagt SG-Trainer Jens Fresen.

Dass der Verbandsliga-Absteiger erst elf Treffer erzielt hat (kein Team hat seltener getroffen), hat für Fresen nur bedingt Aussagewert – acht der elf Tore seien schließlich in den letzten vier Spielen gefallen. „In der Mannschaft sind einige erfahrene Spieler, die unsere Mannschaft schon gut kennen“, sagt der Medebacher, der die Gudensberger (Platz neun) zu gern auf Abstand halten würde. Das Personal dafür hat er offenbar. „Daniel und Steffen Butterweck fallen zwar aus. Ich hoffe aber, dass Jannik Guntermann und Philipp Rothe wieder zur Verfügung stehen.“ Wieder im Training sind Raoul und Florian Mitze; ihr Einsatz war noch offen.

Baunatal – Mengeringhausen (heute, 19.30 Uhr). „Eins der leichtesten Spiele der Saison“, sagt TuSpo-Trainer Patrick Gries und bemüht für die Partie beim Dritten der Tabelle die David-gegen-Goliath-Analogie. Wenn das Ergebnis das gleiche wäre wie im biblischen Zweikampf, kein Mengeringhäuser hätte was dagegen. Dafür müsste jedoch sehr viel zusammenpassen. „Vielleicht unterschätzen sie uns ein bisschen“, sagt Gries. Dazu müsste der TuSpo seine vorgesehene Taktik der „Nadelstiche“ besser zum Abschluss bringen als zuletzt Edermünde beim 1:6 in Großenritte.

Adam Sek
Adam Sek © bb

Gries hat diese Partie gesehen, angetan hat es ihm vor allem Antonio Bravo-Sanchez. Sein Team dürfte heute ähnlich wie der SCE, der seine Chancen hatte, tief stehen und versuchen, die Eintracht vom eigenen Tor wegzuhalten. Wenn das nicht gelingt, droht Ungemach: „Die sind eiskalt vor dem Tor“, sagt der Trainer.

Weil die Grün-Weißen so deutlich Außenseiter sind, geht er bei den angeschlagenen Spielern kein Risiko ein, das heißt: Giulian Braun und Nico Müller werden neben dem erkrankten Marcel Löhndorf fehlen. Sein zweites Saisonspiel in der „Ersten“ soll Adam Sek bestreiten. Gries hofft darauf, dass der 33-Jährige mit seiner Erfahrung vorn „Bälle festmachen kann“.

Schauenburg – Altenlotheim (Sa., 16.30 Uhr, Hoof). Die Schauenburger überraschten zuletzt mit dem 2:0- Sieg in Ziegenhain und stoppten damit ihre Minusserie von sechs Niederlagen. Dieser „Dreier“ führte den Aufsteiger auf Rang zehn, einen Zähler vor Altenlotheim. „Das ist für beide Mannschaften ein Sechs-Punkte-Spiel“, sagt deshalb TSV-Trainer Robin Wissemann. Im Gegner sieht er „eine solide Mannschaft“, die in Schwalmstadt viel Selbstvertrauen getankt habe. Der Druck auf die SG sei aber nicht weniger geworden. „Also werden die genau wie wir punkten wollen und müssen“, sagt Wissemann.

Der Trainer kann in Hoof wieder Fabian Erber und Manuel Neuschäfer einsetzen; bei Martin Grebe hoffe er auf nächste Woche. Rudi Hofert und Sascha von Drach laborieren weiter an Fußverletzungen, die nicht besser werden wollen. Die Rückkehr ist ungewiss. „Marc-André Garthe ist leider auch seit Wochen mit einer Fußverletzung angeschlagen und kann nicht trainieren, versucht aber in den Spielen alles, aber so fehlt uns natürlich auch Durchschlagskraft“, berichtet Wissemann.

In ihren Heimspielen haben die Schauenburger Luft nach oben, denn in fünf Partien auf eigenem Platz gelang ihnen nur ein Sieg. Eine andere Statistik spricht für die SG: Der letzte Altenlotheimer Erfolg, ein deftiges 9:3, datiert aus dem Jahr 2008.

Brunslar/Wolfershausen – Korbach (So., 15 Uhr). Zwei Pleitepartien hintereinander, wann hat der TSV/FC zuletzt eine solche Performance hingelegt? Es dürfte ein Weilchen her sein, überraschend ereilt sie den Aufsteiger nicht. „Das war zu erwarten“, sagt Trainer Uwe Tenbusch nach dem 3:4 gegen Hertingshausen und dem 0:4 in Wolfhagen. Er sehe das gelassen. So weitergehen soll es für den Siebten in Wolfershausen bei der drei Zähler besser platzierten SG aber nicht.

Tenbusch sieht im Team von Daniel Döring, der den TSV/FC aus seiner Zeit in Wesetal gut kennt, einen Gegner ähnlichen Formats wie Hertingshausen, er erwartet also ein enges, umkämpftes Spiel – und tunlichst keine Wiederholung des späten Einbruchs gegen den TSV, als die Hansestädter eine 3:1-Führung vergeigten. „Das darf uns nicht noch mal passieren“, sagt Tenbusch.

Aus dem Wolfhagen-Spiel nehmen er und Co-Trainer Thorsten Beil die Erkenntnis mit, dass ihre Team Flanken aus dem Halbfeld besser verteidigen sollte. Dabei könnte David Will helfen, der nach ausgeheilter Zerrung wieder trainiert hat. Ebenfalls im Kader sollte Niklas Nowotny stehen, er musste in Wolfhagen wegen einer Bänderdehnung passen.  bb/mn

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