Online-Informationsveranstaltung am 21. Dezember

Initiative plant Unverpacktladen in Korbach - Verein als Betreiber

Vor dem „Griewerk“ in Treysa: (von links) Carolin Weidemann, Miriam Interthal und Ralph Krombach wollen einen ähnlichen Unverpackt-Laden in Korbach ins Leben rufen.
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Vor dem „Griewerk“ in Treysa: (von links) Carolin Weidemann, Miriam Interthal und Ralph Krombach wollen einen ähnlichen Unverpackt-Laden in Korbach ins Leben rufen.

Shampoo als Pulver in der Pfanddose, Zahnpasta aus dem Glas, Lippenstift im Papiermantel, Müsli, Mehl und Nüsse aus der Box zum Abfüllen – das alles könnte zum Sortiment gehören: Eine Intiative will einen Unverpackt-Laden in Korbach gründen. Vorbild ist das „Griewerk“ in Treysa (Schwalm-Eder-Kreis).

Korbach – Der vor einem Jahr eröffnete Unverpacktladen hat sich in wenigen Monaten zu einem Erfolgsmodell entwickelt: Betrieben wird er von einem Verein. Die Mitglieder zahlen eine Aufnahmegebühr und erhalten dafür einen Zugangscode für ihr Kundenkonto, auf dem sie ein Einkaufsguthaben hinterlegen. So funktioniert der Einkauf bargeldlos.

Die Nebenkosten für den Laden werden über die Mitgliedsbeiträge gedeckt und zudem halten die Mitglieder selbst durch ihr Zutun die Kosten im Rahmen. Bei der Gründung waren gerade mal 16 Mitstreiter dabei, mittlerweile stehen 75 Menschen auf der Vereinsliste des „Griewerks“.

Nach Treysaer Vorbild will jetzt auch eine Korbacher Initiative einen Verein als Betreiber eines Unverpacktladens gründen. Der Bedarf sei da, sagt Ralph Krombach, einer der Initiatoren: „Wir haben jetzt schon mehr als 30 Interessenten.“

„Mitglieder können Wünsche äußern und bestimmen so das Sortiment“, sagt Miriam Interthal. „Wir versuchen, die Produkte direkt vom Erzeuger zu bekommen und setzten dabei auf möglichst regionale, saisonale, biologische und unverpackte Lebensmittel“, sagt Carolin Weidemann. Geplant ist auch eine Tausch- und Recycling-Ecke. Mitglieder können sich passiv mit ihrem Beitrag einbringen, sich aber auch aktiv in Arbeitsgruppen engagieren, zum Beispiel für Reinigung, Einkauf oder Warenauffüllung. „Jeder ist willkommen“, sagt Weidemann.

Während Satzung und Mitgliederverträge schon vorbereitet sind und auch schon eine Liste mit möglichen Lieferanten vorliegt, fehlt der Gruppe noch ein Raum. „Wir benötigen etwa 50 Quadratmeter Verkaufsfläche, ein kleines Lager, Toilette und Waschgelegenheit“, sagt Krombach. Parkmöglichkeiten und ein Fahrradabstellplatz wären ideal. Die Räume müssten sich auch nicht unbedingt in der Korbacher Kernstadt befinden.

Die Ladentür soll sich über einen Code zu jeder Tages- und Nachtzeit öffnen lassen, sodass man auch sonntags spontan mal im Laden vorbeischauen kann. Die Mitglieder bringen eigene Gefäße zum Abfüllen mit oder greifen auf Pfandbehälter zurück.

Bei einer Online-Veranstaltung am Dienstag, 21. Dezember, wollen die Initiatoren über das Projekt informieren, anschließend ist die Vereinsgründung geplant. Interessenten melden sich per E-Mail bei Ralph Krombach unter ralphk19@googlemail.com an und erhalten dann die Zugangsdaten.

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