Mann war auf Ladefläche zwischen Schränken versteckt

Iraker im Lkw: Keine Hinweise auf Schleuser

Korbach. Bislang erfolglos geblieben ist die Suche nach einem unbekannten Lkw-Fahrer, der als Schleuser einen jungen Iraker von Wien nach Korbach brachte – auf der Ladefläche seines Brummis zwischen Schränken versteckt. Die Polizei bittet deshalb weiterhin um Hinweise auf den Trucker.

Der 19-jährige Iraker meldete sich am Montagmittag bei der Korbacher Polizei. Mithilfe eines Dolmetschers brachten die Ermittler in Erfahrung, dass der Iraker vermutlich Anfang April über die Türkei nach Italien in ein Flüchtlingslager gelangt war. Von dort flüchtete der 19-Jährige weiter nach Österreich. In Wien, so ergaben die Ermittlungen, sprach er vermutlich am Sonntagabend einen Lkw-Fahrer an, der ihn für 500 Euro mit nach Deutschland nahm.

Der Iraker berichtete weiter, dass er auf der Ladefläche des Lastwagens zwischen Schränken bis ins rund 800 Kilometer entfernte Korbach mitgefahren ist. An den Fahrer und den Lastwagen habe er keine Erinnerung. Auch an welcher Stelle er in der Stadt rausgelassen wurde, konnte er nicht mehr sagen. In Korbach fragte er sich schließlich nach dem Weg zur Polizei durch.

Von hier aus wurde er in die hessische Erstaufnahmeeinrichtung nach Gießen gebracht und muss sich nun wegen illegalen Aufenthalts und illegaler Einreise verantworten. Dem Lkw-Fahrer droht ein Verfahren wegen Einschleusens von Ausländern.

Die Suche nach dem Lkw und dem Fahrer blieb seit Veröffentlichung des Falls ohne Erfolg. Einziger Ansatzpunkt für die Polizei ist nach wie vor die Ladung – so könnten die Schränke Anfang der Woche in Korbach oder in der Umgebung ausgeliefert worden sein.

Hinweise: Entsprechende Hinweise nimmt die Polizeistation Korbach unter der Telefonnummer 05631/971-0 entgegen.

 www.112-magazin.de

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