Mehr Reflektoren für weniger Wildunfälle

Jeder dritte Unfall im Kreis wird durch Tiere verursacht

Waldeck-Frankenberg. Die Zahl der Wildunfälle im Landkreis nimmt seit einigen Jahren zu. Das hat der Verkehrsdienst der Waldeck-Frankenberger Polizeidirektion ermittelt. Trotz verschiedener Maßnahmen gab es im vergangenen Jahr 1211 Wildunfälle, knapp ein Drittel aller Unfälle im Kreis.

Vor allem im südlichen Kreisteil sollen blaue Reflektoren am Straßenrand dafür sorgen, dass weniger Autos mit Rehen und Hirschen kollidieren. Jäger, Polizei und Hessen Mobil verweisen auf Erfolge mit den neuen Reflektoren. Wo sie installiert wurden, werden deutlich weniger Kollisionen verzeichnet. Doch ist die Wilddichte in Waldeck-Frankenberg so groß, dass die Polizei seit einigen Jahren dennoch einen Trend nach oben feststellt, sagt Polizeioberkommissarin Sandra Theiß.

Die milde Witterung und ein gutes Futterangebot schaffen offenbar beste Bedingungen für den Wildnachwuchs. Ein eindeutiger Schwerpunkt lässt sich nicht festlegen: Die Unfälle verteilen sich gleichmäßig über die Wald- und waldnahen Gebiete im gesamten Kreisgebiet.

Seit 2008 beschäftigt sich der Arbeitskreis Wildunfälle mit dem Thema. Mitarbeiter von Polizei, Straßenverkehrsbehörde und Hessen Mobil und Vertreter der Jägerschaft suchen gemeinsam nach Möglichkeiten, die Zahl der Unfälle zu senken.

Sie werten unter anderem die Erfahrungen aus, die mit den neuen blauen Reflektoren auf den Straßen im Kreis gemacht wurden, erläutert die Polizei. Dabei soll auch der Wildwuchs an den Straßenrändern mit verschiedenfarbigen Reflektoren, Farbbändern, CDs und anderen Dingen abgebaut werden, ergänzte Sandra Theiß vom Verkehrsdienst der Polizei. Der Arbeitskreis gibt auch Empfehlungen für Geschwindigkeitsbeschränkungen in den betroffenen Bereichen.

Von Bernd Schünemann 

Wo im Kreisgebiet schon Reflektoren eingesetzt werden, lesen Sie in den gedruckten Samstagsausgaben der HNA Waldeck-Frankenberg.

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