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Hansefestival: Jörg Pfeil holt die Musik nach Korbach

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Von: Lutz Benseler

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Musik nach Korbach holen: Nadine Fingerhut ist eine der regionalen Künstlerinnen, die Jörg Pfeil fürs Hansefestival in Korbach am 3. und 4. September engagiert hat.
Musik nach Korbach holen: Nadine Fingerhut ist eine der regionalen Künstlerinnen, die Jörg Pfeil fürs Hansefestival in Korbach am 3. und 4. September engagiert hat. © Lutz Benseler

Er ist das Gesicht hinter dem Korbacher Hansefestival: Jörg Pfeil (52) hatte als künstlerischer Leiter die Idee und die Musiker.

Korbach – Seit 1996 unterrichtet Pfeil unter anderem an der Korbacher Musikschule. Viele Jahre lebte der gebürtige Bad Laaspher in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba und unternahm Konzerttourneen in Spanien, Ägypten, Südafrika und den USA. Fürs Hansefestival holt er Musiker aus aller Welt nach Korbach.

Die Italienerin Daiana Lou beispielsweise lieferte zuletzt den Soundtrack zur Netflix-Liebeskomödie „Vier Gäste“. In der Korbacher Fußgängerzone wird sie eine Kombination aus psychedelischem, melodischem Softpunk mit Trip-Hop-Einflüssen präsentieren. Aus Australien reisen Kallidad an. Das Markenzeichen des Trios ist eine mysteriöse Gesichtsbemalung und lateinamerikanische Musik mit einer besonderen Note. Aber auch regionale Künstler wie Nadine Fingerhut sind am Wochenende mit dabei.

„Ich war zum ersten Mal 1996 in Korbach. Rainer Horn hat mich an die Musikschule Korbach geholt, um E-Gitarre zu unterrichten“, sagt Pfeil. Später habe er dann zusätzlich Bandcoaching und Gitarrenkurse angeboten. „Eine der positivsten Erinnerungen an Korbach war immer die ‘Korbacher Kunstnacht’, an der ich mit einer Schülerband teilgenommen hatte“, sagt der Gitarrist. Als er 2015 mit seiner Familie ganz nach Korbach gezogen war, wollte er unbedingt diese Atmosphäre wieder erleben: „Ich wollte, dass das gerade für meine Tochter, die jetzt hier aufwächst, zu einem festen Bestandteil ihrer Jugend wird.“ Möglicherweise war genau das die Initialzündung für das Hansefestival.

Denn aus dem Musikhören werde bei Kindern und Jugendlichen das Musikmachen, sagt der Musiklehrer. Doch in der Corona-Zeit hätten die Musikschulen einen Einbruch der Schülerzahlen erlebt: „Ich habe festgestellt, dass nur ganz wenige meiner Schülerinnen und Schüler schon einmal auf einem Konzert waren, also nie wirklich live gespielte Musik oder live gespielte Instrumente aus der Nähe kennenlernen durften.“ Auch das soll das Hansefestival ändern.

Seit 2017 arbeitet er zusammen mit Bürgermeister Klaus Friedrich sowie Anika Emde und Ralf Buchloh aus der Stadtverwaltung an der Umsetzung des Straßenmusik-Festivals. Unterstützung hat er dabei übrigens von einem alten Freund bekommen: Comedian „Maddin“ Schneider spricht die Werbespots für das Festival auf Hitradio FFH. Jörg Pfeil kennt ihn schon seit mehr als 30 Jahren und hat zeitweise mit Schneider zusammen in einer Wohngemeinschaft gelebt.

Von Lutz Benseler

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