Kirchen-Pläne für Neubau in Korbach stoßen auf erhebliche Kritik

So soll das Kirchenkreisamt am Kilian einmal aussehen: Compu-teranimation des geplanten Neubaus mit dem sanierten Altbau dahinter.
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So soll das Kirchenkreisamt am Kilian einmal aussehen: Compu-teranimation des geplanten Neubaus mit dem sanierten Altbau dahinter.

Korbach. Als "Schuhkartonkiste" und "Bausünde" wird der geplante Neubau des Kirchenkreisamtes in Korbach kritisiert. Die Stadt verweist auf die Zuständigkeit von Kreis und Denkmalpflege.

Für die größte Aufregung in der Korbacher Bürgerversammlung am Donnerstagabend sorgte ein Thema, das gar nicht auf der Tagesordnung stand: der Neubau des Kirchenkreisamtes neben der Kilianskirche.

Dr. Ulrich Böhme nutzte die Veranstaltung im Bürgerhaus, um seinen Unmut über die kürzlich von der Evangelischen Stadtkirche und Architekt Jürgen Kepplin vorgestellten Pläne (wir berichteten) zum Ausdruck zu bringen. Böhme sprach von einer Schuhkartonkiste“ und appellierte dringend an die Vertreter der Stadt, die „Bausünde“ an diesem für Korbach so historisch bedeutendem Orte zu verhindern. „Hier dürfen solche Kästen nicht hin“, sagte Böhme und erhielt dafür Applaus von vielen Besuchern.

Der Kreis habe den Neubau genehmigt, Bauherr sei die Kirche, betonte Stadtverordnetenvorsteherin Lieselotte Hiller. Auch Bürgermeister Klaus Friedrich verwies auf den Kreis und die Denkmalpflege, kündigte aber an, mit Dekanin Brinke-Kriebel Kontakt aufzunehmen.

Schon in einem Leserbrief war Kritik an dem als zu gewaltig empfundenen Neubau am Kilian laut geworden. Der wegen des Kalkturms in der Versammlung anwesende Architekt Jürgen Kepplin lehnte es aber ab, sich zur Kritik an den Plänen für den Neubau des Kirchenkreisamtes zu äußern. „Ich sage nichts ohne den Bauherrn.“ (aha)

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