Twiste-Eisenberg

„Königin der Instrumente“: Kirchenkreis bietet ab Samstag digitale Klangreise zum „Jahr der Orgel“ an

Die Noeske-Orgel in der Stadtkirche von Bad Arolsen ist eine der größten und prächtigsten Orgeln des Kirchenkreises Twiste-Eisenberg und ein großartiges Beispiel barocker Orgelbaukunst.
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Die Noeske-Orgel in der Stadtkirche von Bad Arolsen ist eine der größten und prächtigsten Orgeln des Kirchenkreises Twiste-Eisenberg und ein großartiges Beispiel barocker Orgelbaukunst.

Zu einer digitalen Klangreise laden die Bezirkskantoren des Kirchenkreises Twiste-Eisenberg, Stefan Kammerer (Korbach) und Jan Knobbe (Bad Arolsen), bis zum Jahresende alle Musikliebhaber ein. Start ist am Samstag, 20. November.

Waldecker Land – „Zum ausklingenden ‚Jahr der Orgel‘ wollen wir noch einmal intensiv den Focus auf dieses faszinierende Instrument lenken und zeigen, welche Schätze es bei uns gibt“, betonen die beiden. Die kurzen Videos sind jeweils samstags auf der Homepage twiste-eisenberg.de und in den sozialen Netzwerken des Kirchenkreises zu sehen.

Insgesamt zwölf Organistinnen und Organisten sind an der digitalen Klangreise beteiligt. Sie kennen am besten „ihr“ Instrument vor Ort und wissen genau, bei welchem Stück ihre Orgel besonders gut zur Geltung kommt.

In der ersten Folge am Samstag, 20. November, spielen Christine Wallnau-Töpfer (Willingen) und Achim Krause (Rhoden) Werke von Heinrich Scheidemann und Felix Mendelssohn Bartholdy. In den kurzen Videos wird es zudem jeweils eine kurze Orgelkunde mit Bildern und Erklärungen geben.

Weitere Orte dieser Klangreise werden neben Willingen und Rhoden, auch Volkmarsen, Korbach, Bad Arolsen, Lelbach, Flechtdorf, Vasbeck und Heringhausen sein. Selbst eine private Hausorgel wird zu hören sein. Die Stückauswahl reicht dabei vom 15. Jahrhundert bis in die Moderne.

Keine Orgel ist wie die andere, jede ist exakt an die Akustik des Raumes angepasst. Die prächtigen Instrumente in Kirchen und Konzertsälen sind Meisterwerke des Instrumentenbaus und der Feinmechanik. Von der Antike bis heute spiegelt der Orgelbau technische Entwicklungen, aber auch stilistische Umbrüche wider, so dass heute an vielen erhaltenen oder restaurierten Orgeln die Stilvielfalt von 500 Jahren Kirchenmusik zu erkennen und klanglich zu erleben ist.

Die Orgellandschaft des Kirchenkreises Twiste-Eisenberg wird vor allem geprägt durch das Wirken der Orgelbaufirma Vogt, die über drei Generationen bis Anfang des 20. Jahrhunderts in Korbach tätig war. Im Laufe der Zeit sind aber auch viele weitere Instrumente aus anderen Orgel-Werkstätten hinzugekommen. Die Landesmusikräte haben die Orgel zum Instrument des Jahres 2021 gekürt. (red)

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