Bau schreitet immer weiter voran

Glas unter den Bodenplatten des neuen Korbacher Rathauses

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Konzentriert am Werk: Mitarbeiter gießen eine der beiden Betonplatten, die das Haupt- und Nebengebäude des neuen Rathauses tragen werden.

In Korbach ist die Rathaus-Baustelle keine wie jede andere. Nahezu täglich halten dort Menschen für einige Zeit an und sehen sich den Fortschritt an.

Viele holen auch ihr Smartphone aus der Tasche, um die Arbeiten in Bildern oder Videos festzuhalten.

Einer, der regelmäßig einen Blick auf das „Spektakel“ wirft, ist Johannes Ullrich. Er war auch in dieser Woche wieder als Beobachter an der Baustelle und konnte hierbei genau verfolgen, wie die Bodenplatten für das Haupt- und Nebengebäude gegossen wurden. „Die Arbeiten schaue ich mir seit dem Abriss des alten Rathauses an. Wir gehen morgens immer in der Stadt Kaffee trinken und kommen danach häufig hier vorbei. Es tut sich immer etwas auf der Baustelle, das ist das Interessante“, sagt der Korbacher.

Der beste Blick 

Einen der besten Blicke auf die große Fläche neben dem historischen Rathaus, auf der das neue Korbacher Verwaltungsgebäude entsteht, hat Stefan Bublak. Er ist Leiter des Bauamtes, was direkt neben der Baustelle steht. Im Gespräch mit unserer Zeitung berichtet er, dass die Arbeiten nach Plan laufen. „Mitte des Jahres 2021 soll der Einzug ins neue Rathaus stattfinden, dieser Termin ist bislang auch nicht gefährdet“, so Bublak.

Schweres Gerät: Zwei Kräne sind mittlerweile auf der Baustelle an der Stechbahn im Einsatz. 

Mittlerweile seien zwei Kräne im Einsatz, damit die Baustelle von zwei Seiten parallel bedient werden könne. Dies sorge dafür, dass die Arbeiten noch schneller ausgeführt werden können.

In den vergangenen Tagen standen die Verlegung der Entwässerungsleitungen und das Gießen der beiden Bodenplatten für das Haupt und Nebengebäude des neuen Rathauses auf dem Plan.

Viele wiederverwertbare Materialien 

Bei Letzterem passt ein Baustoff besonders gut ins Gesamtkonzept, das einen Neubau aus vielen wiederverwertbaren Materialien (wir berichteten) vorsieht. 

„Für die Errichtung einer rund 40 Zentimeter dicken Schicht unter den Bodenplatten, die zum einen als Dämmung dient und zum anderen die Bodenplatten vor Feuchtigkeit schützt, wird sogenanntes Schaumglas verwendet“, sagt Bublak und zeigt dabei auf den großen schwarzen Haufen am Rande der Baustelle. 

Sieht aus wie ein Steinhaufen, ist aber keiner: Aufgeschäumtes Glas wird als Baustoff verwendet.

„Die meisten denken, dass es sich um Steine handelt. Doch dieses Schaumglas ist trotz seines sehr geringen Gewichts ein äußerst tragfähiger Wärmedämmstoff aus aufgeschäumtem und recyceltem Glas, der mittlerweile häufiger im Hoch- und Tiefbau eingesetzt wird“, berichtet der Bauamtsleiter.

Auch noch in 100 Jahren 

Selbst wenn das Rathaus in 100 Jahren wieder abgerissen werden sollte, könne man diesen Baustoff erneut einschmelzen und wiederverwenden.

Wenn die Bodenplatten liegen, soll als Erstes das Nebengebäude nach und nach errichtet werden. Der gesamten Rohbau soll laut Plan bis August dieses Jahres stehen.

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