Jugendliche hängt in acht Metern Höhe in Baum fest

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Korbach. In acht Metern Höhe hing eine Jugendliche am Samstagabend in einem Baum fest. Die Korbacher Feuerwehr musste anrücken.

Das war geschehen: Kinder und Jugendliche bolzen am Samstagabend auf einem Spiel- und Freizeitplatz zwischen Johannesgemeinde und Sudetenstraße, als gegen 18.45 Uhr der Fußball in der Krone eines Baums in etwa 13 Metern Höhe landet und in den Zweigen stecken bleibt. Eine 17-Jährige will ihn herunterholen, klettert den Stamm empor auf den Baum. Etwa zwei Drittel des Weges nach oben hat die Jugendliche bereits geschafft, als es in ungefähr acht Metern Höhe nicht mehr weitergeht - weder auf noch ab.

Nach einer Weile wird es offenbar auch den anderen Jugendlichen auf dem Bolzplatz zu mulmig, jemand wählt den Notruf und berichtet der Leitstelle von der misslichen Situation. Die Feuerwehr wird alarmiert, außerdem vorsorglich die Besatzung eines Rettungswagens und der Korbacher Notarzt. Auch eine Polizeistreife eilt in die Sudetenstraße.

Weil die 17-Jährige auf der dem Bolzplatz zugewandten - und damit der Straße abgewandten - Seite im Baum feststeckt, ist der Einsatz der Drehleiter nicht möglich. Sofort bringen die Brandschützer unter der Einsatzleitung des stellvertretenden Wehrführers Steffen Bricher einen Sprungretter in Stellung: Ein überdimensionales Kissen, das mit Pressluft in wenigen Sekunden aufgeblasen wird und wie eine dicke Matte unter dem Baum platziert wird. 

Zeitgleich stecken andere Feuerwehrleute vier Steckleiterteile zusammen und schieben die Leiter zu der jungen Frau empor. Die 17-Jährige verweilt in einer Astgabel und beobachtet die Szenen unter ihr - etliche Schaulustige sind ebenfalls auf den Bolzplatz gekommen und sehen den Feuerwehrleuten bei der Arbeit zu. Jeder Griff sitzt bei den Freiwilligen, die mit etwa 25 Frauen und Männern angerückt sind.

Einer der Brandschützer steigt die Leiter hinauf und hilft der Jugendlichen, die kurzerhand selbst auf die Sprossen steigt und nach unten klettert. Unversehrt hat sie nach wenigen Augenblicken wieder festen Boden unter den Füßen, nimmt ihre erleichterte Mutter in den Arm und dankt den Einsatzkräften für deren Hilfe. Die Rettungskräfte und der Notarzt rücken wieder ab - froh darüber, dass der Jugendlichen nichts passiert ist.

Den Fußball übrigens hätte das mutige Mädchen überhaupt nicht erreichen können: Der Lederball hängt in solch dünnen Ästen fest, dass die 17-Jährige keinen Halt mehr gehabt hätte. Zum Glück musste sie schon vorher aufgeben. An die Folgen eines Absturzes aus dieser Höhe mag an diesem Abend niemand denken.

Ein Feuerwehrmann fährt schließlich mit der Drehleiter in die Baumkrone und bringt den Ball mit dem Einreißhaken zu Boden. Mit dem Ball in den Händen stellt sich die Jugendliche noch zu einem Erinnerungsfoto mit Feuerwehrleuten auf, dann geht sie mit ihrer Mutter nach Hause. 

112-magazin.de

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