Gleitcreme am Tatort gefunden

Stute in Korbach vergewaltigt: Peta setzt Belohnung für Hinweise aus

+
Eine Haflingerstute wurde in der Nacht vom 15. auf den 16. Juni in der Korbacher Gemarkung vergewaltigt - die Polizei sucht Zeugen.

In Korbach soll ein Unbekannter eine Halfinger-Stute auf einer Koppel vergewaltigt haben. Im Genitalbereich des Tieres seien Spermaspuren gefunden worden, teilte die Polizei mit.

+++ aktualisiert um 17.15 Uhr +++ Nach unserer Berichterstattung über den Fall hat die Tierschutzorganisation Peta eine Belohnung über 1000 Euro für Hinweise ausgesetzt.

„Zoophilie beziehungsweise Sodomie ist auch in der deutschen Gesellschaft ein nicht zu unterschätzendes Problem,“ sagt Judith Pein von Peta. Die Tiere würden aber nicht nur körperlich leiden, sondern auch psychisch.

Zoophilie bezeichnet laut dem Online-Lexikon Wikipedia "das sexuelle oder romantische Hingezogensein zu Tieren. Zoophilie kann sexuelle Handlungen beinhalten, aber auch Vorlieben, die nur sekundär, manchmal gar unbewusst, der sexuellen Befriedigung des Menschen dienen." 

Tierschutzgesetz Paragraf 3 besagt, dass es verboten ist, „ein Tier für eigene sexuelle Handlungen zu nutzen oder für sexuelle Handlungen Dritter abzurichten oder zur Verfügung zu stellen und dadurch zu artwidrigem Verhalten zu zwingen“. Mit bis zu drei Jahren Haft und maximal 25.000 Euro Strafe werden solche Fälle geahndet.

Wie die Polizei am Montag in einer offiziellen Pressemitteilung bestätigte, hatte die 46-jährige Besitzerin am Sonntag, 16. Juni, gegen 10 Uhr nach der Stute geschaut und dabei Verletzungen im Genitalbereich des Tieres festgestellt. Die Frau informierte zunächst ihre Tierärztin und dann die Polizei, da der Verdacht auf einen Tierschänder bestand.

Vor Ort fand die Polizei eine Tube Gleitcreme  und sicherte eine Flüssigkeit im Genitalbereich des Pferdes. "Ob der Tierschänder mit Hilfe der Gleitcreme einen Gegenstand eingeführt hat oder es sich um eine zoophile Tat handelt, bedarf weiterer Ermittlungen", teilte Polizeisprecher Jörg Dämmer mit. 

Am Sonntag hatte 112-magazin.de berichtet, dass die Besitzerin am Sonntagmorgen Blut und Schleim im Genitalbereich ihres Pferdes festgestellt hatte. Wie die Frau unserer Zeitung berichtete, sah der Schleim aus wie Sperma – ob es tatsächlich welches war, sei aber noch nicht klar.

Das Tier habe keine schwerwiegende Verletzung und es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, heißt es im Polizeibericht vom Montag. Die 28 Jahre alte Stute fresse auch und mache keinen verstörten Eindruck, sagte die Besitzerin. Die Koppel werde jetzt von Kameras überwacht.

Um den Fall schnell aufzuklären, sucht die Polizei nach Zeugen, die am Ellerbruch in den frühen Morgenstunden des 16. Juni verdächtige Personen bemerkt oder ein abgestelltes Fahrzeug im Bereich der Sachsenberger Landstraße oder der Marbeck gesichtet haben.

Hinweise an die Polizei Korbach, Tel. 05631/9710.  

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.