Angehörige des Patienten äußern sich nicht öffentlich

Sanitäter bei der Arbeit massiv behindert: Ermittlungen dauern an

Korbach. Die Ermittlungen zum Fall der bei einem Einsatz in einer Korbacher Eisdiele massiv bei der Arbeit behinderten Notfallsanitäter dauern an. Das teilte die Polizei auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Ein 29-Jähriger musste dort vor zwei Wochen nach einem medizinischen Notfall behandelt werden. Polizeisprecher Volker König wies noch einmal darauf hin, dass die Sanitäter bei ihrem Einsatz „massiv durch eine aufgebrachte Menge“ behindert und gar angegriffen worden seien.

Rettungssanitäter und Notarzt waren am Donnerstagabend des 16. August gegen 20.10 Uhr zu einem Notfall in der Fußgängerzone gerufen worden. Ein 29-jähriger Mann aus Korbach musste notärztlich behandelt werden, teilte die Polizei damals mit. Obwohl der Rettungswagen ausweislich des Einsatzprotokolls nach elf Minuten eintraf, dauerte dies nach Auskunft der Polizei den Angehörigen offenbar zu lange. Verbal und handgreiflich hätten diese dann die Rettungskräfte behindert.

Unsere Zeitung hat auch Kontakt zur Familie des Mannes aufgenommen, der bei dem Einsatz behandelt worden war. Diese sieht den Fall anders, will sich allerdings derzeit nicht öffentlich äußern – auch nicht über ihren Anwalt. 

Rubriklistenbild: © Marcel Kusch/dpa

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