Lieferengpässe spielen noch keine Rolle

Korbacher Einzelhandel ist aufs Weihnachtsgeschäft vorbereitet

Die weihnachtliche Dekoration ist aufgebaut: Der Einzelhandel in Korbach hat sich zeitig auf das Weihnachtsgeschäft vorbereitet, die Lager in den Geschäften sind gefüllt.
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Die weihnachtliche Dekoration ist aufgebaut: Der Einzelhandel in Korbach hat sich zeitig auf das Weihnachtsgeschäft vorbereitet, die Lager in den Geschäften sind gefüllt.

Die Stimmung im Korbacher Einzelhandel ist zum Auftakt des Weihnachtsgeschäfts optimistisch, wie unsere Stichprobe zeigt.

Korbach – Die Geschäfte sind vorbereitet und können den Kunden eine gewohnt große Auswahl an Geschenkideen bieten. Planungen und Warenbestellungen sind teils weit im Voraus gemacht worden. Lieferengpässe spielen zumeist eine untergeordnete Rolle. Nun hängt alles wieder vom weiteren Verlauf der Pandemie ab und den damit verbundenen Maßnahmen.

Für Harald Henkel vom gleichnamigen Ideenfachgeschäft in der Fußgängerzone hat das Weihnachtsgeschäft längst begonnen. „Es läuft sehr, sehr gut. Wir haben die richtigen Produkte und verzeichnen enorme Zuwächse. Mehr Kunden als sonst sind bereits auf der Suche nach Geschenken.“ Dass es in immer mehr Branchen und bei immer mehr Waren Lieferengpässe gibt, hat er auch feststellen müssen. Wer beispielsweise jetzt Kerzen bestellen will, braucht Geduld. „Wir haben zum Glück rechtzeitig disponiert und die Ware auf Lager.“

In Korbachs ältestem Fachgeschäft für Uhren und Schmuck nebenan laufen gerade die letzten Vorbereitungen, was die Weihnachtsdekoration angeht. Inhaber Andreas Küthe ist auf die umsatzstarke Zeit vorbereitet: „Wenn die Geschäfte auflassen dürfen, dann wird alles gut.“ Küthe empfiehlt den Kunden, „je früher desto besser auf die Suche nach passenden Geschenken zu gehen.“ Erfahrungsgemäß gebe es viele Kurzentschlossene, die zur letzten Minute losziehen. „Das könnte aber in diesem Jahr eng werden, was die Auswahl und Nachbestellungen angeht.“

Auch Küthe hat bereits Erfahrungen mit Lieferproblemen gesammelt. „Das betrifft zwar in erster Linie Verpackungs- und Dekomaterial, aber gestörte Lieferketten sind auch uns bekannt.“ Aktuell würden wertigere Waren stärker nachgefragt. Das sei spürbar. Ein Trend lasse sich aber noch nicht ablesen. „Das ist noch etwas früh. Wir stehen jedenfalls bereit und helfen dem Christkind gerne beim Einpacken.“

Auch für Heide Schäfer von Messer-Schäfer in der Kirchstraße läuft das Geschäft aktuell hervorragend, was die Resonanz anbelangt. Schon im vergangenen Jahr liefen die Geschäfte gut. Es werde mehr Wert auf gute Ausrüstung in der Küche geachtet, da seit den Coronabeschränkungen mehr Menschen zuhause kochen, kann sie bestätigen. Allerdings kommen die Lieferanten mit den Bestellungen nicht nach. „Von rund 30 Positionen sind zuletzt nur eine handvoll bedient worden.“ Sie rät Kunden, die besondere Wünsche haben, vorher anzurufen und sich gegebenenfalls Ware reservieren zu lassen.“

Jürgen Kettschau vom Intersport-Fachgeschäft für Sport, Outdoor und Freizeit kann seinen Kunden umfassende Angebote machen, vor allem, was den Outdoorbereich angeht. „Wir haben rechtzeitig auf mögliche längere Lieferzeiten reagiert und können bedarfsgerecht auf Kundenwünsche eingehen. Selbst bei E-Bikes sind die neuen Modelle für 2022 verfügbar.“ Er geht aktuell nicht davon aus, dass es vor Weihnachten zu Schließungen kommt. Allerdings sei eine Verunsicherung spürbar. Der Sportfachhändler bleibt optimistisch, was die nächsten Wochen angeht. „Für uns beginnt gerade das Weihnachtsgeschäft. Für eine wirkliche Tendenz ist es noch etwas früh.“

Das Modehaus Manhenke versucht bei aller Distanz möglichst nah am Kunden zu bleiben. Neben dem stationären Handel werden Weihnachtsgeschenke auf Bestellung gepackt. Die aktuelle Situation beschreibt Heidi Ueberson als etwas „vage“: „Die vergangenen Wochen waren richtig gut. Jetzt ist abzuwarten wie sich die Pandemie und die Maßnahmen entwickeln. Bei den Waren kommt täglich Aktuelles nach und wir sind bestens gerüstet.“ Nach dem „Black Weekend“ sei der Verlauf am zweiten Adventswochenende für sie maßgeblich, wo die Reise im Weihnachtsgeschäft hingeht.

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