Vier Episoden über Freundschaft und Mut

Korbacher Freilichtbühne feiert mit ihrem Kinderstück Premiere

Korbacher Freilichtbühne feiert am Freitag mit ihrem Kinderstück Premiere. Im Bild die dritte Episode: der kurzsichtige Maulwurf, gespielt von Christiane Schildt, und die von Milou Langer gespielte kleine Grille.
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Die dritte Episode des Kinderstücks auf der Korbacher Freilichtbühne: Der kurzsichtige Maulwurf, gespielt von Christiane Schildt, und die von Milou Langer gespielte kleine Grille finden zueinander.

Die Spielleute der Korbacher Freilichtbühne feierten am Freitag Abend die Premiere ihres Kinderstücks. Wie bei den Erwachsenen besteht es aus „Kleinen Theatergeschichten“ – der Corona-Lage sei dank. 

Korbach – Es muss nicht immer die große Aufführung sein, auch kleine Episoden entfalten ihre Wirkung. Zumal, wenn sie mit viel Herzblut gespielt werden. Und so schlagen am Freitag Abend „Kleine Theatergeschichten“ das junge und ältere Publikum in ihren Bann. Regisseurin Sabine Lessing kündigt vier Geschichten an, in denen es um Hilfe, Freundschaft, Familie, Angst und Mut geht.

Besuch vom Planeten „Pluria“

Zu Beginn landet ein „Raumschiff“ auf der Bühne – zwei Sternenreisende brauchten dringend Hilfe von den Kindern im Publikum. Die beiden kommen vom Planeten „Pluria“, der bekanntlich in der dritten Galaxie der vierte Planet von vorn ist. Der von Andreas Wulf gespielte Ajajaj und die von Beate Wulf dargestellte Ujujuj sind auf dem Weg zu den Marsmenschen. Weil die sich immer lustig machen über die beiden, wollen sie die Marsianer mit ihren Kostümen mal richtig erschrecken.

Besuch vom Planeten „Pluria“: Beate Wulf als Sternenreisende Ujujuj und Andreas Wulf als Ajajaj.

Aber was ist ein schreckliches Kostüm? Die Verkleidungen der „Plurianer“ finden die Kinder auf den Rängen eher lustig. Also sollen Elias, Jonathan oder Arno ihnen raten, was ein wirklich schrecklicher Anblick ist. Die beiden müssten aussehen wie „Dracula“, findet ein Junge. Mit dem Tipp starten sie wieder.

Im Zirkus Halligalli“

„Hineinspaziert in den Zirkus Halligalli!“ So beginnt die zweite Episode. Clown August – alias Kaspar Bechthold – genießt die Auftritte in der Manege, wahrend sich seine von Natascha Oswald gespielte Frau Augustine allein mit dem Haushalt und den Kindern herumschlagen muss.

Zirkuspaar: Clown August alias Kaspar Bechthold und seine Frau Augustine, gespielt von Natascha Oswald.

Doch dann verletzt sich der Clown, er muss zum Zahnarzt, und die zweite Aufführung steht an. Soll sie ausfallen? Augustine hat eine Idee: Ihr Großvater, der Zauberer, hat ihr seinen Koffer hinterlassen, schnell übt sie in paar Tricks und eilt mit ihren Kindern in die Manege. Publikum und Direktor sind begeistert. Und als August zurückkommt steht fest: Künftig treten beide auf – und ab sofort kümmern sich auch beide um die Kinder.

Die kleine Grille

Was ist die Kunst wert? Darum dreht sich die dritte Geschichte. Den ganzen Sommer über erfreut die von Milou Langer gespielte kleine Grille die Tiere im Wald mit ihrem Flötenspiel. Dabei vergisst sie, für den nahenden Winter vorzusorgen. Und als es kalt wird, steht sie ohne Obdach und Essen da.

Also wendet sie sich an die, die ihrem Spiel gelauscht haben. Doch sie wird bitter enttäuscht. Der Hirschkäfer, gespielt von Johanna Gluck, macht ihr nur Vorhaltungen. Auch die von Nina Pfeil verkörperte Maus lässt sie nicht in ihr Haus – sie kann ja nicht einmal Geld bezahlen.

Durch Zufall gelangt sie in den Bau des kurzsichtigen Maulwurfs, gespielt von Christiane Schildt. Und siehe da: Zwei Seelenverwandte treffen sich. Der Maulwurf lauscht entzückt dem Flötenspiel und lehrt die Grille, Krautsuppe zu kochen, sie liest dem Maulwurf aus der „Waldzeitung“ vor. Und beide genießen die Gemeinsamkeit, der Winter ist vergessen.

Daniel und der Vanilledrache

Nach der Pause geht es um Mut und Stärke, die aus Freundschaft erwächst. Daniel – alias Markos Koutelas – ist ein ängstlicher Junge, der in der Schule gehänselt wird. Doch als der von Jannick Dommermuth-Krüger gespielte Vanilledrache in seine Welt gezaubert wird, wächst er aus sich heraus,

Die vierte Episode handelt von Freundschaft, Angst und Mut: , Markos Koutelas als Daniel, Jannick Dommermuth-Krüger als Drache und Lydia Conradi als Zaubererin.

Daniel hilft dem Drachen, sich in seine Welt zurückzuzaubern. Dann gilt es, die von Lydia Conradi gespielte Zaubererin Simpelbimpel zu bekämpfen. Sie will sich mit den Schuppen des Drachens verjüngen. Auch der Drache muss seine Ängstlichkeit überwinden und das Feuerspeien lernen. So vernichtet er das Zauberbuch, Simpelbimpel ist damit ungefährlich. Um einen Freund und um das Wissen um seinen Mut reicher, kehrt Daniel in seine Welt zurück.

Proben unter Corona-Bedingungen

Eigentlich wollte das Team des Kinderstücks in dieser Saison Otfried Preußlers „Das kleine Gespenst“ auf die Bühne bringen. Aber ihm war sofort klar: Eine so aufwendige Inszenierung wäre zeitlich nicht mehr zu schaffen gewesen. So stellte Lessing extra für die Saison 2021 vier kleine Stücke zusammen, die mit kleiner Besetzung und ohne großes Bühnenbild rasch umzusetzen sind.

Freilichtbühne Korbach: Geschichten für die ganze Familie

Freilichtbühne Korbach: Geschichten für die ganze Familie
Freilichtbühne Korbach: Geschichten für die ganze Familie © Karl Schilling
Freilichtbühne Korbach: Geschichten für die ganze Familie
Freilichtbühne Korbach: Geschichten für die ganze Familie © Karl Schilling
Freilichtbühne Korbach: Geschichten für die ganze Familie
Freilichtbühne Korbach: Geschichten für die ganze Familie © Karl Schilling
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Freilichtbühne Korbach: Geschichten für die ganze Familie © Karl Schilling
Freilichtbühne Korbach: Geschichten für die ganze Familie
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Freilichtbühne Korbach: Geschichten für die ganze Familie
Freilichtbühne Korbach: Geschichten für die ganze Familie © Karl Schilling
Freilichtbühne Korbach: Geschichten für die ganze Familie
Freilichtbühne Korbach: Geschichten für die ganze Familie © Karl Schilling

Anfang Mai begannen die Proben. Mindestens vier Mal die Woche kamen die Darsteller zusammen – wegen der Corona-Auflagen immer nur zwei, drei Leute, und immer draußen, und wenn es die eigene Terrasse war. Erst die vorigen zwei Wochen haben die Schauspieler mit der Technik auf der Freilichtbühne geprobt.

Die Spieler freuen sich beim Schlussbild über den Applaus. Lessing hebt die Leistung „aller Akteure vor, auf und hinter der Bühne“ hervor, Unterstützung sei von der Stadt und von Sponsoren gekommen. „Wer hätte gedacht, dass wir in dieser Saison noch spielen können.“

Die weiteren Aufführungstermine gibt es unter flb-korbach.de. DR. KARL SCHILLING

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