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„Kostbar“ in Korbach feiert zehnjähriges Bestehen

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Von: Wilhelm Figge

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„Mittendrin statt nur dabei“ fühlt sich das Team der „Kostbar“ durch die rege Frequenz am Obermarkt. Das Bistro feierte sein zehnjähriges Bestehen.
„Mittendrin statt nur dabei“ fühlt sich das Team der „Kostbar“ durch die rege Frequenz am Obermarkt. Das Bistro feierte sein zehnjähriges Bestehen. © Wilhelm Figge

Binnen zehn Jahren hat die „Kostbar“ in Korbach sich einen Namen gemacht: als Bistro, aber auch als wichtiger Arbeitgeber für Menschen mit Behinderung.

Korbach – Ein Treffpunkt für Korbacher wie Gäste und ein wichtiger Arbeitsplatz für Menschen mit Behinderung wächst und gedeiht: Die „Kostbar“ hat ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert. Das seit der Gründung doppelt so groß gewordene Team, Vertreter des Lebenshilfewerks Waldeck-Frankenberg als Träger, Freunde und Stammkunden stießen gemeinsam auf den Erfolg an.

„Für alles was Augen, Herz, und vor allem Magen begehren, ist heute gesorgt“, erklärte Christoph Hille, der die Grüße des Vorstands überbrachte: Der Biogarten stellte sich vor und das Hofgut Rocklinghausen war mit seiner Stracke zu Gast, zusammen mit dem Team wurden viele Leckereien von Biopopcorn bis zu goldener Milch mit Kurkuma zusammengestellt.

„Wir freuen uns sehr, dass hier in Korbach ein Projekt ins Leben gerufen wurde, dass beispiellos ist – und dem Projektstadium schnell entwachsen ist“, blickte Christoph Hille zurück. Verantwortlich sei das Team: „Die Gäste fühlen sich hier wohl, weil ihr ihnen mit eurer Art und Weise das Gefühl gibt, dass sie in Korbach und der Kostbar willkommen sind.“

Dazu gehöre nicht nur der Service, sondern auch das Essen. Mit regionalen und Bio-Produkten, Buffets, vegetarischen und veganen Produkten sei eine Lücke geschlossen worden für Menschen mit bestimmten Allergien oder eigenen Ernährungsweisen, berichtete Kirsten Hille, Einrichtungsleiterin der Korbacher Werkstätten: „Wir freuen uns auch über wagemutige Schnitzelesser, die mal was neues probieren.“

Acht hauptamtliche Mitarbeiter und 17 Klienten der Lebenshilfe bilden derzeit das Team. Viele hätten es angesichts von Einschränkungen schwer, einen regulären Arbeitsplatz zu finden, erklärte Christoph Hille – in der „Kostbar“ könnten sie aber an der Normalität der Arbeitswelt Teil haben: „Jeder kann sehen, was ihr hier leistet – dass ihr arbeiten könnt wie jeder andere Mensch auch.“

Von der ersten Stunde hauptamtlich dabei sind Linda Blum und Yvonne Alvarez: „Ihr habt das Kind von Anfang an großgezogen und seit der ruhende Pol, wenn es mal drunter und drüber geht“, lobte Kirsten Hille und die Kollegen freuten sich mit. „Das ist es, was ein Team ausmacht: Wir mögen es, Zeit miteinander zu verbringen“, sagte Linda Blum. Und Yvonne Alvarez ergänzte: „Ich hatte noch nie so motivierte Mitarbeiter.“

Glückwünsche kamen auch vonseiten des Weltladens, der sich mit dem Bistro das Corvita teilt. „Wir bedanken uns für ein gutes und gelungenes Miteinander“, gratulierte Gabriele Harbecke. Der dritte „Mitbewohner“, der Kleeblattladen, ist abgesprungen – aber das nutzte die „Kostbar“, um sich auch räumlich zu vergrößern. (wf)

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