Kraftvolle Töne im Advent: Chöre und Orchester begeistern Zuhörer

Gemeinsamer Auftritt: Das Kammerorchester und der ALS-Schulchor unterhielten in der Kirche St. Marien. Foto: Zecher-Christ

Korbach. Das war eine besinnliche Einstimmung aufs Fest: Der Kirchenchor St. Marien ist zusammen mit dem ALS-Schulchor und dem Kammerorchester aufgetreten. Die Kirche war proppenvoll.

Der Altarraum der Korbacher Kirche St. Marien ist fast leer. Nur Bernhard Uteschil sitzt am E-Piano und lässt den Vers Jesaja 60 „Mache dich auf und werde licht“ erklingen. Nach einigen Takten recken sich die Köpfe der Kirchgänger Richtung Tür, wo sich aus der Ferne liebliche Stimmen nähern.

Singend bahnen sich Kirchen- und ALS-Schulchor den Weg durch die Bankreihen und stellen sich im Altarraum auf. Bei der beliebten „Geistlichen Musik zum Advent“ war die Kirche proppenvoll. Die Gesamtleitung hatte Bernhard Uteschil.

Kraftvoll strahlend trug der Chor den Mariengesang „Salve Regina in A-Dur“ von Michael Haydn vor, zu dem das genial aufspielende Kammerorchester gestoßen war. Festliche Trompetenklänge (Rainer Horn, Tobias Saure) waren das Sahnehäubchen bei Haydns Mariengesang „Ave Maria in E“. Mit warmer, kraftvoller Sopranstimme bot Larissa Niederquell einen wahren Hörgenuss bei der Barock-Kantate „Laudate Dominum omnes Angeli“ von Johann Valentin Rathgeber. Das Orchester bezauberte bei der barocken „Trio-Sonate in e-Moll“ (Affettuoso, Allegro, Grave, Allegro) mit leuchtenden Klangfarben. Die Solisten Larissa Niederquell (Oboe), Eberhard Enß (Flöte) und Paul Hundelshausen (Cello) verzauberten sowohl leicht und heiter, als auch getragen und feierlich. Bernhard Uteschil entlockte dem E-Piano virtuose Cembaloklänge.

Besinnlich wurde es mit Teilen aus dem Weihnachtskonzert „In nativitatem Domini“ von Marc-Antoine Charpentier. Musical-Gefühl kam bei John Rutters „Star Carol“ auf. Meditativ war „Alleluja Noel“ von Roger Emerson, bei dem Max Hundelshausen festliche Akzente mit dem Glockenspiel setzte. Romantik strömte einem bei Charles Gounods „Béthléem“, einer grazilen Pastorale über ein altes französisches Weihnachtslied, entgegen.

Den Abschluss bildete Robert Möllers und Bernd Uteschils Arrangement von „Macht hoch die Tür“, bei dem erneut das Glockenspiel ertönte. Bei der dritten Strophe forderte Uteschil das Publikum zum Mitsingen auf. Dieser Aufforderung kamen die Besucher gern nach. Mit donnerndem Applaus forderten sie noch eine Zugabe ein.

Von Nadja Zecher-Christ

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