Veranstaltung war ausverkauft

Lässig-schlüpfrig: Rüdiger Hoffmann in der Stadthalle

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Rüdiger Hoffmann präsentierte in Korbach sein Programm „Aprikosenmarmelade“.

Korbach. „Ja, toll mal hier zu sein in Korbach." Dafür habe er sogar seine Mau-Mau-Runde abgesagt, begrüßte Rüdiger Hoffmann die 600 Zuschauer in der ausverkauften Stadthalle.

„Mein Kumpel, der Gisbert, konnte das gar nicht glauben. Es war ja auch schon immer sein Traum gewesen, einmal im Leben nach Korbach zu kommen“, witzelte der 50-jährige Kabarettist aus Paderborn.

Über 600 Gäste hatten sich am Samstagabend in der Korbacher Stadthalle eingefunden, um sein neues Programm „Aprikosenmarmelade“ zu erleben. Hoffmann erzählte auf lässige Art und Weise haarsträubende Geschichten aus seinem Alltag, die arg unter die Gürtellinie gingen. Manchem Gast war das sogar ein wenig zu viel des Guten.

Mit Minivan nach Dänemark

„Macht niemals einen Pärchenurlaub“, riet er. Statt in der Türkei all-inclusive mit besoffenen Russen am Strand zu liegen oder eine Fahrradtour durch den Gazastreifen zu machen, war er mit seiner Bekannten Susanne und dem befreundeten Paar Olaf und Birte mit einem Minivan nach Dänemark „gejuckelt“. Mit dabei waren deren vierjähriger Sohn Niklas-Keanu, „ein Hauptschulabbrecher in spe“ und Hund Attila, „ein Golden Retriever mit Flatulenz und Gewichtsproblemen“.

„Der gemeinsame Spieleabend war so prickelnd, wie sich drei Stunden beim Arzt Hämorrhoiden ohne Betäubung entfernen zu lassen“, klagte Hoffmann. Mit Schuld sei er am dunklen Teint des Jungen. Habe er doch im Reproduktion-Zentrum Olafs nutzlosem Sperma das Erbgut eines Tänzers aus dem Musical „Afrika Afrika“ zugefügt.

Körperlichen Schaden habe er beim Wellnesswochenende mit seiner Bekannten erlitten. Die Klangschalenmassage habe ihm einen „Presslufthammerkopfschmerz“ bereitet, weil der Therapeut ihm diese ohne Kissen auf die Stirn gesetzt und mit einem heftigen Schlag in Schwingung versetzt habe.

Zwischen den schlüpfrigen Geschichten setzte sich Hoffmann an den Flügel und sang beim Blues „Live was hard in Paderborn“ aus seiner Jugend. Bei „Aprikosenmarmelade“ fordert er zum Mitsingen auf und verkündete, dass eine wissenschaftliche Studie belegt habe, dass man an der Lautstärke des Gesangs erkennen könne, „wer zu Hause die Hosen anhat“. Ganz klar, dass das Publikum aus vollem Halse mitsang. Mit kräftigem Applaus erklatschten sich die Leute einige Zugaben.

Von Nadja Zecher-Christ

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